40.000
  • Startseite
  • » Abnehmen mit ayurvedischer Ernährung
  • Aus unserem Archiv

    Abnehmen mit ayurvedischer Ernährung

    Nürnberg/Birstein (dpa/tmn) – Essen im Einklang mit der Natur: Auf diesem Prinzip beruht die ayurvedische Ernährung. Wörtlich übersetzt bedeutet Ayurveda: «die Wissenschaft des langen Lebens».

    Abnehmen mit ayurvedischer Ernährung
    Es geht nichts über Selbstgekochtes: Wer sich ayurvedisch ernährt, sollte öfter mal den Kochlöffel schwingen. (Bild: DAK/Hanuschke+Schneider/dpa/tmn)

    Sie geht davon aus, dass nur, wer sich vollwertig und seinem Typ entsprechend ernährt, gesund bleiben und alt werden kann. Richtig angegangen, kann dieses Konzept auch beim Abnehmen helfen.

    Als gesund gelten in erster Linie Lebensmittel, die viel «Prana» – Lebensenergie – enthalten. «Dafür müssen nicht unbedingt exotische Produkte eingekauft werden», erklärt Ayurveda-Expertin Petra Skibbe aus Nürnberg. Karottengemüse, Schweizer Rösti und Spargelcremesuppe werden Ayurveda-Prinzipien ebenso gerecht wie Safranreis. «Am energetisch wertvollsten sind vegetarische, vollwertige und biologisch angebaute Lebensmittel aus der Region», erläutert Skibbe. Neben Herkunft und Beschaffenheit der Zutaten ist auch die richtige Zeit des Essens, der geeignete Ort und die Gemütsverfassung des Kochs, der die Nahrung zubereitet, wichtig.

    Grundsätzlich geht es darum, die «Doshas» in der Balance zu halten. Doshas sind Körpersäfte oder sogenannte feinstoffliche Bioenergien, die jeder Mensch in sich trägt. Die drei Doshas heißen Vata, Pitta und Kapha. Sie stehen für die fünf Naturelemente Luft und Äther (Vata), Erde und Wasser (Kapha) sowie für das Feuer (Pitta).

    «Jeder Mensch trägt eine ganz individuelle Dosha-Verteilung in sich, die im Detail nur er und niemand sonst hat», erklärt Skibbe dazu. Welche Doshas ein Mensch in sich trägt, ermittelt ein Ayurveda-Arzt oder ayurvedischer Heilpraktiker.

    «Im Ayurveda gilt nicht das Motto 'Du bist, was du isst', sondern vielmehr 'Du isst, was du bist'», erläutert Kerstin Rosenberg von der Europäischen Akademie für Ayurveda in Birstein (Hessen). Denn welche Ernährung passt, entscheidet sich anhand der Doshas. Berücksichtigt werden unter anderem Jahreszeit, Konstitution und die Art der Arbeit.

    Mit der individuell abgestimmten Ernährung sollen dann die Körpersäfte in Harmonie gebracht werden: «Vata-Menschen nehmen beispielsweise am besten Speisen der Geschmacksrichtungen süß, sauer und salzig zu sich», sagt Rosenberg. Das Essen sollte warm, bekömmlich und nahrhaft sein. Denn Vata steht für das Element Luft, und Menschen mit diesem Dosha brauchen Erdendes und Beruhigendes.

    Antje Gahl von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung in Bonn beurteilt die ayurvedische Art der Ernährung positiv: «Sie ist fettarm, vollwertig und vegetarisch. Außerdem werden frische Produkte verwendet.» Vorteilhaft sei zudem das verwendete Vollkorngetreide, auch Milch- und Sojaprodukte kämen nicht zu kurz. «Allerdings wird nicht so viel Wert auf Rohkost, etwa unverarbeitetes Gemüse gelegt – das ist ein Manko», schränkt Gahl ein.

    Rosenberg empfiehlt Übergewichtigen vor allem trockene, leichte, scharfe und bittere Lebensmittel wie Hirse, Gerste, Blattgemüse, Ingwer, Pfeffer und Honig. Ratsam sei auch, sich auf drei Mahlzeiten täglich zu beschränken und auf Zwischenmahlzeiten ganz zu verzichten. Wer sich entsprechend ernährt, werde mit Ayurveda abnehmen.

    Literatur: Petra Skibbe; Joachim Skibbe: Ayurveda – Die Kunst des Kochens, Pala, ISBN-13: 978-3-89566-252-2, 24 Euro; Kerstin Rosenberg; Hans Heinrich Rhyner: Das große Ayurveda-Ernährungsbuch, Urania, ISBN-13: 978-3-90865-216-8, 28,50 Euro.

    Ayurveda-Ernährungstipps von Petra Skibbe

    Über den Tag verteilt sollten alle sechs Geschmacksrichtungen (salzig, scharf, sauer, bitter, süß, zusammenziehend) vorkommen. Rohes Obst wird nicht mit rohem oder gekochtem Gemüse kombiniert. Ebenso verträgt sich Milch nicht mit Salzigem oder Saurem. Beim Essen sollte man sich immer Zeit lassen, ausreichend kauen und dabei nicht fernsehen oder lesen. Die Hauptmahlzeit des Tages sollte mittags eingenommen werden. Nach einer Mahlzeit sollten vier, besser sechs Stunden bis zur nächsten Nahrungsaufnahme vergehen.

    epaper-startseite
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Anzeige
    Das Wetter in der Region
    Samstag

    2°C - 5°C
    Sonntag

    3°C - 5°C
    Montag

    5°C - 8°C
    Dienstag

    7°C - 10°C

    Das Wetter wird Ihnen präsentiert von:

    UMFRAGE
    RTL-Dschungelcamp

    Am Freitag, den 19. Januar, startet eine neue Staffel des RTL-„Dschungelcamps“. Schauen Sie sich die Sendungen an?

    UMFRAGE
    Brauchen wir ein Alkoholverbot bei Karnevalsumzügen?

    In den vergangenen Jahren ist es bei Karnevalsumzügen in der Region immer wieder zu teils unschönen Szenen mit stark alkoholisierten jungen Menschen gekommen. Sollte ein grundsätzliches Alkoholverbot ausgesprochen werden, um das Problem zu lösen?

    Anzeige
    Event-Kalender
    Veranstaltungstipps

    Sie haben einen Veranstaltungstipp für uns? Hier geht's zum Formular!