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Kevelaer-Hüls

Zwei Pleiten zum Abschluss: Hilgerter Bundesliga-Schützen verfehlen ihr Ziel

Für den letzten Schuss nahm sich Stephan Martz noch mal Zeit. Der Schweizer in den Reihen des TuS Hilgert wollte die Saison in der Luftgewehr-Bundesliga Nord wenigstens mit einem Maximum beenden. Denn schon bevor ihm das mit einer 10,0 gelang, hatte festgestanden, dass er sein persönliches Duell gegen Selina Zimmermann verlieren würde. Und nicht nur das. Auch die 0:5-Pleite der Hilgerter gegen die SSG Kevelaer war da bereits beschlossene Sache. Von der erhofften Teilnahme an der Endrunde um die deutsche Meisterschaft hatten sich die TuS-Schützen aber ohnehin schon am Vorabend verabschiedet, nachdem sie der Braunschweiger SG mit 1:4 unterlegen waren.

Ihre Weltklasseleistung reichte nicht zum Sieg: Manuela Felix.  Foto: Weiss
Ihre Weltklasseleistung reichte nicht zum Sieg: Manuela Felix.
Foto: Weiss

Zu sehr fielen die Ausfälle von Topmann Milutin Stefanovic und Julia Palm an diesem finalen Wettkampfwochenende in Kevelaer-Hüls ins Gewicht, und zu stark war das, was sowohl die Braunschweiger am Samstagabend als auch die gastgebenden Kevelaerer am Sonntagmittag darboten. „Beide Gegner waren einfach richtig gut, das muss man sportlich anerkennen“, gab sich TuS-Trainer Carsten Hees als fairer Verlierer und bemerkte, dass mit den klaren Niederlagen „ein bisschen das eingetreten“ sei, was er befürchtet habe.

TuS Hilgert – Braunschweiger SG 1:4

Felix – Ibsen 395:397; Martz – Zimmermann 393:397; Heep – Stautmeister 390:389; Linn – Leseberg 385:390; Giesbrecht – Siegemund 384:387.

Barbara Heep sorgte mit einem 390:389 gegen Christian Stautmeister für den einzigen Erfolg der Hilgerter an diesem Wochenende, am zweiten Tag aber mied sie den Schießstand. „Sie ist durch ihre Doktorarbeit stark eingebunden. Da können zwei Wettkämpfe an einem Wochenende auf dem Niveau schon mal zu viel sein, vor allem für den Kopf“, erklärte Hees.

Für Heep rückte am Sonntag Routinier Erich Schmul ins Team an Position vier, wodurch sich Debora Linn auf Position drei vorschob. Doch selbst in Bestbesetzung wären die Hilgerter vermutlich auf verlorenem Posten gewesen gegen ein Kevelaerer Aufgebot, das für die SSG das beste Saisonergebnis herausschoss und für die Endrunde vom 2. bis 4. Februar in Paderborn bestens gerüstet scheint. Alle fünf Schützen erzielten Resultate jenseits der 390 Ringe. Diese Marke knackten aufseiten des TuS auch Debora Linn (390), Stephan Martz (391) und vor allem Manuela Felix (398), doch es half nichts.

SSG Kevelaer – TuS Hilgert 5:0

Richter – Felix 400:398; Erstfeld – Martz 395:391; Thomas – Linn 395:390; Leuschen – Schmul 393:386; Kösters – Giesbrecht 391:373.

Was die 180 bei der Darts-WM ist, das ist die 100 in der Luftgewehr-Bundesliga. Immer dann, wenn einer der Schützen eine Serie von zehn Schüssen mit dem Topergebnis abgeschlossen hatte, brandete in der Zweifachhalle ähnlicher Jubel auf wie noch vor wenigen Wochen bei den Pfeilewerfern im Londoner Alexandra Palace. Bei Sergey Richter war dies gleich viermal der Fall – die Nummer eins der Kevelaerer erlaubte sich keinen einzigen Fehler und erzielte das Maximum von 400 Ringen. Ein Spaziergang war es für ihn aber keineswegs, denn Manuela Felix trug alles zu einem Weltklasse-Duell bei, in dem letztlich zwei winzige Fehler den Ausschlag gaben. „Das war aller Ehren wert“, fand Carsten Hees hinterher. „Sie hat die ganze Saison über Topleistungen gebracht und das heute mit ihrem besten Ergebnis gekrönt.“

Und wie bewertet der Hilgerter Trainer die Saisonleistung des gesamten Teams? „Wir hatten eine durchwachsene Runde mit Licht und Schatten, auch weil die Rahmenbedingungen nicht optimal waren. Klar sind wir traurig, die Endrunde verpasst zu haben. Aber wahnsinnig unzufrieden sind wir auch nicht.“ Andreas Hundhammer

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