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    Kailua-Kona

    Zum zweiten Mal beim Ironman Hawaii: Für Torsten Reuter schließt sich der Kreis

    Zwei Tage noch sind es an diesem schmuddeligen Nachmittag, dann geht der Flieger Richtung Hawaii. Gepackt habe er noch nicht, sagt Torsten Reuter und lacht. „Ich habe heute lieber noch mal trainiert.“ Es ist Einheit Nummer 454 – für dieses Jahr. Das macht im Schnitt pro Tag knapp über 1,6 Einheiten. Das ist das Pensum eines Profis, sollte man meinen. Im Triathlon, einer der härtesten Ausdauersportarten, die sich Hobbyathleten aussuchen können, stehen diese Zahlen aber auch schon im Trainingskalender eines ambitionierten Amateurs. Torsten Reuter geht ganz normal arbeiten, er hat Frau und Kind – und er macht sich auf, um zum zweiten Mal nach 2015 den Mythos Ironman an der Geburtsstätte des Wettkampfs aus 3,86 Kilometer Schwimmen, 180,2 Kilometer Radfahren und 42,195 Kilometer Laufen zu erleben.

    Bereit für das zweiten Kona-Abenteuer: Torsten Reuter.  Foto: Privat
    Bereit für das zweiten Kona-Abenteuer: Torsten Reuter.
    Foto: Privat

    Zwei Jahre ist es erst her, dass Reuter zum ersten Mal als Athlet nach Kailua-Kona kam. Zwei Jahre nur, doch irgendwie ist alles anders. Reiste er damals mit seiner langjährigen Partnerin Myriam Klein an, die 2015 bereits zum zweiten Mal ihren Hawaiitraum lebte, stiegen die beiden einige Tage später als Herr und Frau Reuter in den Flieger zurück nach Deutschland. Gemeinsam im begehrtesten Feld der Sportwelt gestartet, heirateten sie noch auf Hawaii – um ein Jahr später, in der Nacht des Ironman-Rennens (!), mit der Geburt ihres Sohnes Alfred Kaleo das vollkommene Familienglück eines triathlonverrückten Paares zu erleben.

    „Auch 2016 hatte ich mich ja für Hawaii qualifiziert“, sagt Torsten Reuter, dessen Fokus vor zwölf Monaten aber fernab des Sports lag. Es in diesem Jahr noch einmal zu schaffen, um Alfreds ersten Geburtstag in Kailua-Kona zu feiern, war nach dem Verzicht das große Ziel, für das der gebürtige Oberelberter, der mit seiner Familie in Ransbach-Baumbach lebt, verdammt hart gearbeitet hat. Bei seinem „gefühlten Heimtriathlon“ im österreichischen Klagenfurt, wo er seit Kindheitstagen Urlaub macht, legte er die sportliche Grundlage dafür, dass sich in der Nacht von Samstag auf Sonntag deutscher Zeit „der Kreis schließt für mich“. Ein Start in der Hitze von Hawaii, dann sei er „durch mit dem Thema“, glaubt Reuter. Aber dieses eine Mal soll etwas Besonderes werden.

    Vor zwei Jahren kam er nach mehr als elf Stunden Qual ins Ziel, der abschließende Lauf über 42,195 Kilometer wurde zum Kampf gegen sich selbst. „Aber ich bin gut drauf“, sagt der Mann von der RSG Montabaur. „Besser als vor Klagenfurt und besser als vor zwei Jahren.“ Die Frage sei nun, wie sich sein Körper nach der kurzen Phase der Akklimatisierung an die Hitze gewöhnt und wie heiß es letztlich am Renntag selbst wird. Läuft alles gut, könnte eine Zeit unter zehn Stunden rauskommen, so die Hoffnung des Westerwälder.

    „Man kann das natürlich nie so genau vorhersagen, weil die Tagesform unter diesen extremen Bedingungen eine enorm große Rolle spielt“, sagt Torsten Reuter kurz vor dem Abflug und spricht damit aus, was Hunderte Agegrouper, wie die Altersklassenathleten im Triathlon heißen, beschäftigt. „Aber man spielt natürlich mit den Zeiten, die vielleicht möglich sind.“ Vor allem auf dem Rad rechnet er sich einiges aus. „Da bin ich bei den Amateuren recht weit vorne.“ Das hat nicht nur Trainingseinheit Nummer 454 gezeigt. Marco Rosbach

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