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Berlin

NADA-Spitzenfunktionär kritisiert Pechstein-Taktik

dpa

NADA-Spitzenfunktionär Hanns Michael Hölz hat Claudia Pechsteins Strategie im Kampf gegen ihre Sperre kritisiert.

«Sie wäre gut beraten gewesen, gleich alle Hebel in Bewegung zu setzen, die sie im Nachhinein nun in Bewegung gesetzt hat», sagte der Kuratoriumsvorsitzende der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) in Berlin. Die wegen auffälliger Blutwerte für zwei Jahre gesperrte Eisschnelllauf-Olympiasiegerin hätte sich laut Hölz schon nach den ersten Verdachtsmomenten bei der Mehrkampf-WM in Hamar im Februar 2009 auch mit Hilfe ärztlicher Gutachten zur Wehr setzen sollen. Erst kürzlich hatten Mediziner der Berlinerin eine vererbte Blut-Anomalie bescheinigt, die für ihre hohen Retikulozytenwerte verantwortlich sein soll.

Trotz der Dauer-Debatte im Fall Pechstein, die längst auch zahlreiche Forscher beschäftigt, müsse der indirekte Doping-Nachweis zulässig bleiben, forderte Hölz. Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hat seit dem 1. Januar im WADA-Code die Möglichkeit solcher Nachweisverfahren geschaffen. Am Vortag hatte bereits der Chef des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB), Thomas Bach, in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur dpa versichert: «Der indirekte Doping-Nachweis wird sich aufgrund des WADA-Codes auf alle Fälle durchsetzen.» Allerdings betonte Hölz angesichts des jüngsten Expertenstreits: «Der Fall Claudia Pechstein zeigt, dass wir noch viel arbeiten müssen, um das wissenschaftlich zu stabilisieren.»

NADA-Mitbegründer Manfred von Richthofen appellierte bei der Podiums-Diskussion in Berlin an das Internationale Olympische Komitee (IOC), die Doping-Kontrollsysteme endlich weltweit zu vereinheitlichen. «Das ist eine der wesentlichsten Aufgaben des IOC.» Der DOSB-Ehrenpräsident war zuvor für seine Verdienste mit dem NADA- Kristall ausgezeichnet worden. Der ebenfalls für den Preis vorgesehene Ex-Innenminister Otto Schily konnte die Ehrung wegen einer Erkrankung nicht entgegennehmen.

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