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Whistler

Gerd Schönfelder – ein Mann wie ein Stier

dpa

Eigens für seine Starts bei den Paralympics im kanadischen Whistler hat Alpin-Ass Gerd Schönfelder sich seinen Helm designen und mit einem Airbrush verzieren lassen.

Alpin-Ass
Gerd Schönfelder präsentiert bei der Siegerehrung seine Goldmedaille.

Der Stier schnauft, die nach unten gebogenen Hörner tragen die bayerischen Landesfarben blau und weiß, in der Mitte prangen als Markenzeichen ein ineinander verschlungenes G und S. «Der Helm ist nur für hier. Danach kommt er in den Schrank», erzählte der Bayer nach seinem Sieg im Riesenslalom und seinem 13. Paralympics-Gold insgesamt.

Die Idee zu dem Kanada-Helm hatte der 39-Jährige selbst. «'Der Stier von Kulmain' – das kommt von meiner aggressiven Fahrweise. Obwohl ich mir immer vornehme, nicht ganz so aggressiv an die Tore ranzufahren, aber manchmal lässt sich das nicht vermeiden. Wenn man gerade so hinkommt, muss das Tor eben weg. Der Helm hat schon die Aussage, einfach aggressiv Ski zu fahren. Das ist einfach mein Ding, und ich kann nicht taktieren», bekannte Schönfelder.

Nach seiner Idee waren dann die Künstler am Werk. Andreas Reichl, der Schönfelders Internetseite betreut, hat das Design entworfen, Walter Rosner den Entwurf dann auf den Helm gesprüht. «Ich wollte was Aggressives drauf haben», sagte Schönfelder.

Schon 2006 in Turin hatte er nur für die dortigen Paralympics einen extra gestalteten Helm mit ineinander übergehender deutscher und italienischer Fahne. Nun ziert ein Ahornblatt in schwarz-rot-gold seinen Kopfschutz. Zudem steht auf der Rückseite «Living on the Edge» (Leben auf dem Grat) geschrieben. Schönfelder: «Das ist so mein Motto. Es ist zweideutig: Zum einen die Ski-Kante, zum anderen meine Art zu fahren.»

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