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    Heerenveen

    Eissprinterin Wolf will es noch einmal wissen

    Der frustrierte Blick Richtung Podest hat den Ehrgeiz in Jenny Wolf noch einmal wachgerüttelt. Die 33-jährige Eissprinterin hält sich für stark genug, es der Konkurrenz nach einem mageren Winter und ihrer medaillenlosen Einzelstrecken-WM noch einmal zu zeigen.

    Kämpferisch
    Jenny Wolf hat sich nach der Einzelstrecken-WM in Heerenveen entschlossen nicht zurückzutreten.
    Foto: Jerry Lampen - DPA

    Schon am Tag nach dem Ende einer Erfolgsserie mit vier Weltmeistertiteln dachte die Berlinerin beim Lauftraining an die nächste Saison: Von einem Rücktritt ist keine Rede mehr. «Nee, gar nicht. Ich möchte schon ganz oben stehen», verkündete Wolf - also dort, wo jahrelang ihr Stammplatz auf dem Podest war.

    Den enttäuschenden sechsten Platz von Heerenveen wollte Wolf beim Joggen abhaken, in der kommenden Woche beginnen die Vorbereitungen auf die neue Saison. «Urlaub habe ich nicht nötig. Ab April fangen wir dann mit dem Training an», verkündete sie entspannt lächelnd. Die neue Lust auf den Eisschnelllauf hat nach ihren Worten mit den Erfahrungen dieses Winters zu tun: «Es ist ein bisschen frustrierend, wenn die Anderen auf dem Treppchen stehen. Ich brauchte das Jahr, um festzustellen, dass es doch Spaß macht, vorn mitzulaufen.»

    Gesundheitliche Probleme ließen bereits in der Saison davor nicht das nötige Krafttraining zu. Wolf lebte während ihrer Glanzzeit vor allem von den schnellen ersten 100 Metern und traut sich zu, wieder in jene Form zu kommen. «Ich habe mich über den Sommer körperlich erholt», betonte Wolf - obwohl sich dies in den Resultaten der abgelaufenen Saison nicht niedergeschlagen habe. Zwar stand Wolf im Weltcup in Astana und in Heerenveen ganz oben und feierte ihre Streckenerfolge 59 und 60. Ihre Serie von sechs 500-Meter-Gesamtsiegen nacheinander endete jedoch mit Platz drei.

    Irgendwie taten ihr bei aller Enttäuschung die abgelaufenen Monate aber auch gut. Wolf gab zu: «Es macht auch Spaß, wenn man weniger Druck hat.» Das Niveau der momentan stärkeren Konkurrenz beeindruckte sie in Heerenveen nicht. «Es ist so, dass ich in meinen besten Jahren mithalten könnte. Man wird nicht so einfach Weltmeisterin, das macht mich im Nachhinein noch mehr stolz auf meine vier Titel», unterstrich Wolf selbstbewusst, wenngleich gewohnt zurückhaltend im Ton.

    Im deutschen Verband dürfte die Entscheidung nach der ersten titellosen Einzelstrecken-WM mit nur drei Medaillen gut ankommen. Die Erfurterin Judith Hesse ist im Sprint für Plätze unter den ersten Zehn gut, eine Nachfolgerin für die einstige Sieggarantin Wolf ist indes nicht auszumachen.

    Ob die Herren vor allem auf den Langstrecken den Abstand zur Weltspitze weiter verkürzen können, wird sich im anstehenden vorolympischen Winter zeigen. 2014 in Sotschi will die dann 42 Jahre alt werdende Claudia Pechstein noch einmal mit Medaillenambitionen antreten. Ein Start von Jenny Wolf scheint vier Jahre nach Silber in Vancouver nun ebenfalls wieder möglich. Bevor die nächsten Wettkämpfe kommen, gilt ihre größte Sorge allerdings ihrem Mann: Er ist seit fünf Monaten im afghanischen Bundeswehr-Stützpunkt Kundus stationiert.

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