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Fußball

Nach Elfmeterschießen: Bayern-Frauen stehen im Pokalfinale

Von dpa
Maria Luisa Grohs
ARCHIV - Torhüterin Maria Luisa Grohs war die Münchner Heldin im Pokal-Halbfinale. Foto: Swen Pförtner/dpa/Archivbild

Die Fußballerinnen des FC Bayern stehen nach einem intensiven Duell mit Eintracht Frankfurt im DFB-Pokalfinale. Gegen die Hessinnen fällt die Entscheidung erst vom Punkt.

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München (dpa) – Die Fußballerinnen des FC Bayern München dürfen weiter auf den Gewinn des Doubles hoffen. Im DFB-Pokal-Halbfinale siegte der Bundesliga-Spitzenreiter 3:1 (1:1, 1:1, 1:1) im Elfmeterschießen gegen den Ligarivalen Eintracht Frankfurt. Zur Heldin avancierte Bayern-Torhüterin Maria Luisa Grohs, die drei Versuche hielt.

In der regulären Spielzeit hatten Bayerns Georgia Stanway (3. Minute/Handelfmeter) und Géraldine Reuteler (18.) für die Eintracht getroffen. Im Endspiel am 9. Mai in Köln trifft der deutsche Meister auf seinen Dauer-Konkurrenten VfL Wolfsburg. Der Titelverteidiger hatte am Vortag im Bundesliga-Duell SGS Essen mit 9:0 abgefertigt.

«Natürlich habe ich sowas noch nicht erlebt, ich stand noch nicht so oft im Pokal-Halbfinale und habe Elfmeter gehalten, es ist richtig cool», sagte die gefeierte Grohs in der ARD. Bei den Strafstößen habe sie auf ihr «Bauchgefühl» vertraut, erklärte die 22-Jährige. Mit Blick auf das Finale sagte sie: «Ich glaube, es wird ein mega Spiel in einem großen Stadion mit den zwei Teams. Ich glaube, das ist das, was sich alle gewünscht haben.»

Bayern wollen Wolfsburger Titelserie beenden

Bayerns Fußballerinnen winkt in Köln der zweite Pokaltriumph der Vereinsgeschichte, nachdem es 2012 ein 2:0 im Finale gegen den 1. FFC Frankfurt gegeben hatte. Zugleich wollen die Münchnerinnen die imposante Titelserie der Wolfsburgerinnen beenden. Der VfL holte den DFB-Pokal zuletzt neunmal in Folge. In der Liga feierte Bayern am vergangenen Spieltag aber einen klaren 4:0-Sieg bei den Niedersächsinnen.

Im Stadion auf dem Bayern-Campus musste das Elfmeterschießen entscheiden, in dem Grohs die Versuche von Laura Freigang, Reuteler und Lara Prasnikar stark parierte. Für München vergab nur Stanway, die am Pfosten scheiterte. Pernille Harder machte alles klar.

Zuvor hatte sich das Team von Trainer Alexander Straus lange Zeit schwergetan, obwohl der Start wunschgemäß verlief. Stanway traf nach einem von Nationalspielerin Sara Doorsoun verursachten Handelfmeter früh zum 1:0 für die Münchnerinnen, bei denen Sarah Zadrazil (Muskelfaserriss) kurzfristig ausgefallen war.

Frankfurts Reuteler trifft traumhaft

Wirklich beeindruckt wirkten die Frankfurterinnen vom Rückstand nicht. Reuteler gelang ein Traumtor zum Ausgleich, als sie den Ball aus 16 Metern per Linksschuss volley nahm und Bayern-Schlussfrau Grohs keine Abwehrchance ließ. Nationalstürmerin Lea Schüller verpasste kurz darauf per Kopf die erneute Führung für die Münchnerinnen, ansonsten blieben Chancen auf beiden Seiten Mangelware.

Nach dem Wechsel fanden die von Coach Niko Arnautis angetriebenen Hessinnen in einem insgesamt ausgeglichenen Duell immer besser ins Spiel. Grohs musste nach rund einer Stunde in höchster Not gegen Prašnikar retten. Auf der anderen Seite verhinderte Stina Johannes gegen Bayern-Kapitänin Glodis Viggosdottir den erneuten Rückstand. Es ging in die Verlängerung, in der Sydney Lohmanns wuchtiger Distanzschuss der einzige Aufreger blieb. Johannes parierte stark, doch am Ende jubelte die Münchner Torhüterin Grohs.

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