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Münster

WM-Quali als Nervenprobe: Beerbaum patzt doppelt

dpa

Die WM-Qualifikation wird zur Nervenschlacht. Ausgerechnet der routinierte Springreiter Ludger Beerbaum patzte am ersten Tag der deutschen Meisterschaften in Münster, wo die Entscheidung über die WM-Fahrer fallen soll.

Gepatzt
Ludger Beerbaum unterlaufen zu viele Fehler.

Nach 8,25 Strafpunkten mit Gotha in den ersten beiden von insgesamt vier Runden ist das Titelrennen für den achtmaligen Meister aus Riesenbeck vorzeitig beendet und der Start in Lexington/Kentucky gefährdet. Gleiches gilt für Newcomerin Janne-Friederike Meyer (Schenefeld) mit Lambrasco, während Meredith Michaels-Beerbaum (Thedinghausen) als Auftaktsiegerin glänzte.

Auftaktsiegerin
Meredith Michaels-Beerbaum freut sich auf Checkmate nach dem zweiten fehlerfreien Umlauf.

Missmutig lief Beerbaum nach dem misslungenen Start über den Platz. «Zwei Fehler sind zwei Fehler», sagte Bundestrainer Otto Becker. Dazu kam ein Zeitfehler in der zweiten Runde, so dass er zur Halbzeit nur auf Rang 17 liegt. Der Coach schränkte aber ein: «Ein Fiasko ist das sicher nicht.»

Gesetzt
Marcus Ehning überspringt mit seinem Ersatzpferd Sabrina ein Hindernis.

Zu den WM-Chancen von Beerbaum wollte sich Becker nicht äußern: «Es sind ja noch ein paar Runden», sagte der Bundestrainer: «Es soll ja spannend bleiben.» Auch Janne-Friederike Meyer konnte sich nicht für den US-Trip empfehlen. Sie hatte gleich am ersten Hindernis einen Abwurf – genauso so wie beim Nationenpreis in Aachen. «Das ist wohl ein Folgefehler» kommentierte der Bundestrainer den frühen Aussetzer der Reiterin aus Schleswig- Holstein. Mit insgesamt 8,25 Strafpunkten liegt die Newcomerin des Jahres im Kampf um den Titel aussichtslos zurück auf Rang 16.

Übersprungen
Janne-Friederike Meyer überspringt mit ihrem Pferd Cellagon Lambrosco ein Hindernis.

Hervorragende Chancen auf den Titel und das WM-Ticket besitzt hingegen Meredith Michaels-Beerbaum. «Sie liefert seit dem Turnier in Estoril Super-Runden», lobte der Bundestrainer die Reiterin aus Thedinghausen, die nach ihrer Babypause wieder in Form kommt. Mit Checkmate zeigte die ehemalige Weltranglisten-Erste erneut eine ganz starke Vorstellung und lieferte zwei fehlerfreie Runden.

Hoch hinaus
Christian Ahlmann ist mit seinem Pferd Calvados Z unterwegs.

«Ich bin sehr froh», sagte die strahlende Reiterin nach ihrem tollen Auftritt in Münster. «Ich habe gezeigt, dass ich wieder da bin.» Zweiter ist Alois Pollmann-Schweckhorst (Steinfeld) mit Chacco-Blue (0,25).

Aufmerksam
Alois Pollmann-Schweckhorst wird auf Chacco-Blue Zweiter.

In Ordnung war auch der Auftritt von Titelverteidiger Philipp Weishaupt, trotz eines Abwurfs. «Ich werde kämpfen bis zum Schluss», sagte der 25-Jährige aus Riesenbeck zu seinen WM-Chancen. Seine Stute Souvenier war fast zehn Monate verletzt. «Ich habe ein Gutschrift beim Bundestrainer, weil ich später anfangen konnte», sagte der Vorjahres-Meister.

Als gesetzt für die WM gelten Weltcupsieger Marcus Ehning (Borken), der sein Toppferd Plot Blue schont, und Carsten-Otto Nagel. Der Vize-Europameister aus Wedel liegt mit Corradina nach einem Abwurf wie sechs weitere Paare auf Rang drei.

Bei den Springreiterinnen liegen zehn Paare nach dem ersten Tag gleichauf. Nur bei den nationalen Titelkämpfen gibt es diese getrennten Prüfungen für Männer und Frauen. Die Damen dürfen aber auch zusätzlich bei den Herren mitreiten, um sich für Großveranstaltungen wie die WM zu qualifizieren.

Die Auftaktprüfung der Damen gewann die dreimalige Meisterin Eva Bitter. Die 36 Jahre alte Reiterin aus Bad Essen setzte sich mit ihrem Hengst Stakkato nach fehlerfreiem Ritt in 71,14 Sekunden klar durch. Auf Platz zwei kam Sarah Nagel-Tornau (Attendorn) mit Argentina in 73,64 Sekunden.

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