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Warriors und Cavs sind verwundbar: Houston der Topfavorit

Die Meisterschaft in der nordamerikanischen Basketball-Liga NBA ist so offen wie seit Jahren nicht mehr. Ein viertes Finale zwischen Golden State und Cleveland ist trotzdem möglich.

James Harden
Das Team von Superstar James Harden dominierte die Vorrunde.
Foto: Mark J. Terrill – dpa

Oakland (dpa). Die Golden State Warriors und Cleveland Cavaliers standen sich in den vergangenen drei Spielzeiten jeweils im Finale der nordamerikanischen Basketball-Liga NBA gegenüber. Auch in diesem Jahr ist damit zu rechnen, dass es zu diesem Matchup in der Endspiel-Serie kommen könnte.

Anders als in den Vorjahren sind beide Mannschaften jedoch nicht die absoluten Topfavoriten auf den Titel, was zur Spannung in den am Samstag beginnenden Playoffs beiträgt.

Die Favoriten

In der Western Conference waren die Houston Rockets das dominierende Team der Vorrunde. Mit 65 Siegen und 17 Niederlagen stellten die Texaner einen Vereinsrekord auf, und Star-Spieler James Harden ist aktuell der Favorit auf den MVP-Titel für den wertvollsten Spieler. Zusammen mit Aufbauspieler Chris Paul und Flügelspieler Eric Gordon verfügt Houston über ein schlagkräftiges Trio im Angriff.

„Es gibt keinen Grund, warum wir nicht gewinnen können. Wir haben es bis jetzt nur nicht bewiesen. Wir hatten aber bis jetzt auch nicht dieses Team, um es zu beweisen“, sagte Houston-Trainer Mike D’Antoni.

Trotz einer für Golden States Verhältnisse schwachen Saison zählt auch der Titelverteidiger erneut zum Favoritenkreis. Im Gegensatz zu den vorangegangenen Jahren ist dies jedoch kein Selbstläufer. Den Kaliforniern mangelte es in der Vorrunde an Konstanz, zudem steht Superstar Stephen Curry seinem Team aufgrund einer Knieverletzung aktuell nicht zur Verfügung. Für Warriors-Trainer Steve Kerr ist die Zielsetzung trotzdem klar definiert: „Wir wollen eine weitere Meisterschafts-Flagge aufhängen“.

Im Osten sind die Kräfteverhältnisse etwas klarer verteilt. Der Weg zum Titel führt hier nur über LeBron James und seine Cleveland Cavaliers. Nach einer regulären Saison mit Höhen und Tiefen scheinen die Cavs genau zum richtigen Zeitpunkt ihre Form gefunden zu haben. Und ein Team mit „King James“ auf dem Parkett gehört automatisch zu den Favoriten.

Die Außenseiter

Die Toronto Raptors beendeten die reguläre Saison an der Spitze der Eastern Conference. Der Grund, warum die Raptors trotz einer starken Vorrunde nicht zu Favoriten zählen liegt an der jüngsten Vergangenheit. Toronto hat noch nie ein NBA-Finale erreicht und in den letzten beiden Jahren scheiterte die Mannschaft jeweils an den Cavaliers.

Das vielleicht interessanteste Team in den diesjährigen Playoffs sind die Philadelphia 76ers. Das Ostküstenteam ist jung, talentiert und hungrig. Doch der größte Vorteil des Teams besteht darin, dass es nichts zu verlieren hat.

Die Deutschen

Daniel Theis ist der einzige Deutsche, der mit seinem Team den Sprung in die Endrunde schaffte. Leider wird der 26-Jährige dort den Boston Celtics nicht zur Verfügung stehen, da seine Saison nach einem Meniskusriss bereits beendet ist. Dennis Schröder (Atlanta Hawks), Paul Zipser (Chicago Bulls), Dirk Nowitzki und Maxi Kleber (beide Dallas Mavericks) konnten sich hingegen erst gar nicht für die Playoffs qualifizieren.

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