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    Aarau

    Volle Pulle: Hens wirft wieder für Deutschland

    Die Abstinenz ist vorbei – endlich. Nach 413 Tagen ohne lief Handball-Profi Pascal Hens erstmals wieder mit dem Adler auf der Brust auf. Und der Hamburger genoss im Testländerspiel gegen die Schweiz das lang vermisste Gefühl, für sein Land zu spielen.

    Wurfgewaltig
    Pascal Hens holt im Spiel gegen die Schweiz weit zu einem Wurf auf das Tor des Gegners aus.

    «Ich freue mich natürlich, wieder dabei zu sein. Die Nationalmannschaft ist für jeden etwas besonderes», sagte der Rückraum-Shooter nach dem 26:26 gegen die Eidgenossen, zudem er drei Tore beisteuerte. Und auch Bundestrainer Heiner Brand ist angesichts der wichtigen WM-Play-Off-Spiele im Juni gegen Griechenland froh, das derzeit bekannteste deutsche Handball-Gesicht wieder an Bord zu haben.

    Hens, der in Abwesenheit des etatmäßigen Spielführers Michael Kraus die Kapitänsbinde trug, hatte zuletzt am 27. Januar 2009 bei der WM in Kroatien seine Wurfgewalt eingesetzt. Danach hatten Blessuren und die Vernunft eines «gereiften» Mannes weitere Einsätze des 2,03-m-Hünen verhindert. Einige kommen halbwegs ungeschoren durch die harte Handball-Mühle, nicht so Hens. Seine Verletzungsliste ist lang: Bänderriss im Ellenbogen, Handbruch, Bandscheibenvorfall und Aus bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen, Schienbeinkopfbruch und abermaliges Olympia-Aus 2008 in Peking, Fuß-Operation Juli 2009. Um sich nach dieser nicht zu schnell wieder zu hohen Belastungen auszusetzen, hatte Hens die EM im Januar dieses Jahres «schweres Herzens» abgesagt. «Es war richtig», sagte er rückblickend.

    Geschuldet ist die Krankenakte Hens nicht nur dem überbordenden Terminkalender im Handball, sondern auch dem unvergleichlichen Spiel des 29-Jährigen. Immer volle Pulle, mitten rein. Schmerzen werden dabei billigend in Kauf genommen – für den eigenen Erfolg, aber vor allem den des Teams. «So ist halt mein Spiel», charakterisierte Hens einst seinen «Harakiri-Stil». Geändert hat sich das auch im Jahr 2010 nicht. Gegen die Schweiz lag er bereits in der dritten Minuten nach einem Zusammenprall mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Boden – mit einem Bluterguss im Oberschenkel gings weiter. «Einen Pferdekuss muss ich auslaufen, sagt mein Trainer», scherzte der Rechtshänder nach dem Abpfiff.

    Manche hätten angesichts der vielen Rückschläge schon längst Handball Handball sein lassen. Nicht so «Pommes», der mit seinem Irokesenschnitt und seinen spektakulären Wurfeinlagen nicht nur bei seinem Club HSV Hamburg zur begehrten Marke geworden ist. «Verletzungen sind zwar bitter. Aber aufgeben – niemals», ist das Credo des Hamburgers, der am 26. März seinen 30. Geburtstag feiert. Reifer ist er geworden, nicht erst durch die Heirat mit seiner Freundin Angela im Juni vergangenen Jahres.

    Nicht nur im Auswahl-Dress will er als Führungsfigur wieder vorangehen. Mit dem HSV will Hens endlich die Regentschaft des Erzrivalen THW Kiel beenden und Meister werden. Hens und Co. haben es nach der Kiel-Pleite in Lemgo selbst in der Hand. «Das Zeug dazu haben wir. Aber der Druck auf uns ist groß und wir sind keine Maschinen», gab Hens zu Bedenken. Dennoch ist klar: Er wird mit vollem Körpereinsatz alles dafür geben, um nach dem 34. Spieltag erstmals in seiner Karriere die Meisterschale in der Hand zu halten.

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