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    Vettel «irgendwo mittendrin» – Ferrari tankt Motivation

    Auf dem Rückflug in die Schweizer Wahlheimat hatte Sebastian Vettel ausreichend Zeit, den Ärger zu verdauen. Beim Blick in die internationalen Montagszeitungen dürfte aber auch er schnell wieder «Rot» gesehen haben.

    Erlösung
    Dank Fernando Alonso kann Ferrari endlich wieder einen Sieg feiern.
    Foto: Diego Azubel - DPA

    Nach seinem überraschenden Sieg wurde der einst im Formel-1-Finale 2010 von Vettel von der WM-Spitze verdrängte Ferrari-Star Fernando Alonso gefeiert und mit Lob überschüttet. «Zauberer Alonso. Der Magier fährt mit geschlossenen Augen in der Sintflut», schwärmte das italienische Sportblatt «La Gazzetta dello Sport» und forderte: «Jetzt müsst ihr Fernando ein Denkmal setzen.»

    Wer hätte das gedacht: Alonso an der WM-Spitze (35 Punkte) nach zwei Rennen vor dem McLaren-Duo mit Lewis Hamilton (30) und Jenson Button (25). Und Vettel? «Irgendwo mittendrin», kommentierte der Heppenheimer die aktuelle Hierarchie. Zum ersten Mal seit seinem ersten Titelgewinn sieht sich der Red-Bull-Pilot in einer solchen Situation. Nur WM-Platz sechs (18) nach dem Reifenplatzer und Rang elf in Malaysia. Vettel: «Wir müssen an uns arbeiten, ganz klar.»

    Die Zeit bis zum nächsten Rennen am 15. April in China werden die Red-Bull-Ingenieure also mit Hochdruck an Vettels «Abbey» schrauben. Der 24-Jährige selbst wird noch in dieser Woche in die Fabrik nach Milton Keynes reisen und sich unter anderem in den Simulator setzen.

    Gefahr für den strauchelnden Branchenführer droht praktisch von allen Seiten. Ob vom sensationellen Sepang-Zweiten Sergio Pérez im enorm starken Sauber oder auch von Rückkehrer Kimi Räikkönen, der es im Lotus erneut unter die besten Fünf schaffte. Die Zahl der Fahrer, die Vettel auf dem Weg zum historischen Titel-Hattrick Punkte wegnehmen können, ist groß. Es könnte aber gleichermaßen ein Vorteil sein: so kann auch keiner seiner Konkurrenten zum Alleingang starten.

    «Ich denke, das einzig gute daran ist, dass es ein richtig gutes Jahr für die Fans wird», kommentierte Red-Bull-Teamchef Christian Horner die spannungsgeladene Ausgeglichenheit nach zweijähriger Vorherrschaft von Vettel. «Keiner kann in diesem Jahr mit Zuversicht sagen, wie die WM ausgeht», pflichtete McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh bei: «Und so sollte es sein.» Das mag sich auch Vettel sagen - solange er am Ende wieder oben steht.

    Doch wurde er binnen einer Woche gleich zweimal entzaubert. Erst war es der «Wizard of Oz» Button in Australien, nun «der Mann der Wunder» (La Stampa). «Alonso wandelt über dem Wasser», schrieb das spanische Sportblatt «Marca» nach der fehlerlosen Vorstellung des Asturiers. Und «El País» erklärte den Regen über Sepang, der zu einer fast einstündigen Unterbrechung des packenden Rennen geführt hatte, zum geweihten Wasser für Alonso.

    Für Ferrari kam der erste Sieg seit Großbritannien 2011 einer kleinen Wunderheilung gleich. «Für uns ist am Ende die Sonne rausgekommen», meinte Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo und freute sich in Maranello über eine weitere Motivationsspritze nach leidvollen Wochen mit einem ebenso wenig schönen wie schnellen Auto.

    Dass die Rote Göttin immer noch mehr als nur Kosmetik nötig hat, weiß auch Alonso. «Es ändert nichts», betonte der 28-malige Grand-Prix-Sieger. «Wir sind in einer Position, die wir nicht wollen: Wir kämpfen um die dritte Runde in der Qualifikation, um dann im Rennen zu punkten», meinte er. Die Rechnung ging bisher fast auf. Platz fünf in Australien plus Platz eins in Malaysia führten an die WM-Spitze. «Da sieht man mal wieder, wie viel ein Pilot in der Formel 1 ausmacht», schrieb Italiens Zeitung «La Repubblica».

    So wie aber auch Vettels Teamchef Horner den entscheidenden Faktor zum Erfolg in diesem Jahr in den Reifen sieht, hängt Wohl und Wehe bei MercedesAMG vor allem von den schwarzen Gummis ab. Wie schon in Down Under hieß es nach einer vielversprechenden Qualifikation in Malaysia nicht nur wegen des Wolkenbruchs Land unter bei den Silberpfeilen. Schumacher Zehnter, Rosberg 13. - trotz Rang vier zwischenzeitlich. «Cool, da kann ich jetzt vielleicht mal aufs Podium fahren'», habe er sich gedacht. «Aber ab dann ging es nur noch rückwärts.» In der Formel 1 die denkbar schlechteste Richtung.

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