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    Frankfurt/Main

    Veh gegen Heimatclub – FC Augsburg will Serie krönen

    Eintracht Frankfurt will mit dem ersten Heimsieg der Saison eine komplizierte Hinrunde retten, der FC Augsburg seine beeindruckende Halbserie mit einem weiteren Erfolg krönen.

    Eintracht-Coach
    Für Eintracht Frankfurts Trainer Armin Veh geht es gegen seinen Heimatclub FC Augsburg.
    Foto: Arne Dedert - DPA

    Vor dem letzten Freitagabendspiel der Fußball-Bundesliga im Jahr 2013 herrscht verkehrte Welt. Nicht die ambitionierten Frankfurter können mit einem Sieg in der Commerzbank-Arena ganz dicht an die Europa-League-Plätze heranrücken, sondern die unerwartet starken Augsburger. Dementsprechend selbstbewusst gehen die Schwaben in die Partie. «Wir wollen in Frankfurt noch einmal ein Ausrufezeichen setzen», sagte FCA-Trainer Markus Weinzierl.

    Für Eintracht-Coach Armin Veh geht es gegen seinen Heimatclub dagegen darum, sich mit seinem Team rechtzeitig vor der Winterpause doch noch etwas von Abstiegsrängen abzusetzen. «Natürlich wollen wir zu Hause den ersten Dreier holen. Es geht nichts über Siege», sagte der 52-Jährige vor seinem 250. Spiel als Bundesliga-Coach. «Ich bin gerne Augsburger, fühle mich da sehr wohl. Von daher freut es mich, dass dort Bundesliga gespielt wird», sagte Veh, der immer noch in Augsburg wohnt und bereits im Alter von fünf Jahren Mitglied im Vorgängerverein des FCA wurde.

    Zu verschenken haben er und seine Mannschaft aber nichts, dafür verlief die Halbserie zu durchwachsen. Aufgrund der Dreifachbelastung mit Europa League, DFB-Pokal und Bundesliga fanden die Hessen nie zu ihrer Form aus der Vorsaison und stecken als Tabellen-15. trotz des überraschenden Erfolges zuvor bei Bayer Leverkusen immer noch mitten im Abstiegskampf. «Wir sind uns der prekären Situation nach wie vor bewusst», sagte Vorstandsboss Heribert Bruchhagen. Dennoch will er den Vertrag mit Veh weiter verlängern. «Der Trainer kann jeden Tag in mein Büro kommen und einen neuen Vertrag unterschreiben», sagte Bruchhagen.

    Immerhin entspannt sich vor dem letzten Spiel des Jahres die Personalsituation ein wenig. Sebastian Rode wird definitiv wieder an die Seite von Pirmin Schwegler ins defensive Mittelfeld rücken, selbst ein Einsatz des wochenlang fehlenden Alexander Meier ist nicht ausgeschlossen. Allerdings ist sich Veh noch nicht sicher, ob es beim torgefährlichen Mittelfeldspieler bereits wieder für 90 Minuten reicht. «Da überlege ich noch, ob es Sinn macht», meinte der Frankfurter Trainer. Fehlen werden dafür Marco Russ (Muskelfaserriss im Oberschenkel) und Stefano Celozzi (Innenbanddehnung im Knie). Auch für Stefan Aigner kommt ein Einsatz noch zu früh.

    Die Augsburger können in Frankfurt dagegen unbeschwert aufspielen. Schon jetzt haben die Schwaben alle Erwartungen übertroffen und sind nicht nur für Veh eine der ganz großen Überraschungen. «Sie leisten fantastische Arbeit», lobte Veh. Weinzierl, der während der Woche mit einer fiebrigen Grippe flach lag, will aber noch mehr. «24 oder 26 Punkte wären traumhaft und eine tolle Basis für die Rückrunde», betonte der Augsburger Trainer. Allerdings warnte er eindringlich vor der Eintracht. «Es passt nicht zum Potenzial von Frankfurt, dass sie noch kein Heimspiel gewonnen haben.»

    Voraussichtliche Aufstellungen:

    Eintracht Frankfurt: Trapp - Jung, Zambrano, Anderson, Djakpa - Rode, Schwegler - Kadlec, Barnetta, Flum - Joselu

    FC Augsburg: Hitz - Verhaegh, Callsen-Bracker, Klavan, Ostrzolek - Baier - Hahn, Vogt, Altintop, Werner - Bobadilla

    Schiedsrichter: Weiner (Ottenstein)

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