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    TV-Reporter Hambüchen sieht EM-Titelchance für Boy

    Erst gönnte sich Edel-Fan Fabian Hambüchen nochmal einen Besuch bei seinem 1. FC Köln, ab Mittwoch schlüpft der verletzte deutsche Turnstar bei den Turn-Europameisterschaften in Berlin in die Rolle des TV-Experten.

    Fachmann
    Seinen EM-Titel kann Fabian Hambüchen in Berlin nicht verteidigen, mit dabei ist er trotzdem.
    Foto: DPA

    Mit einem lachenden und einem weinenden Auge wird der Mehrkampf-König von Mailand dann mit ansehen, wie sich die Konkurrenten um seine Nachfolge streiten. Dabei traut er seinem Dauer-Rivalen Philipp Boy sogar zu, sich die Krone aufzusetzen.

    «Wenn Philipp gesund und fit ist, hat er eine gute Chance, dass der Mehrkampf-Titel in Deutschland bleibt. Die EM ist doch was ganz anderes als WM. Die Konkurrenz ist nicht ganz so stark, es ist ein himmelweiter Unterschied», sagte der ehemalige Reck-Weltmeister mit einem Rückblick auf die WM in Rotterdam, wo sich Boy bereits Rang zwei hinter dem Japaner Kohei Uchimura gesichert hatte.

    In Berlin reist Hambüchen schon ohne seine Beinschiene an und sieht sich bei seiner Rehabilitation auf gutem Wege. «Es ist schön, endlich wieder ohne Schiene gehen zu können.» Wie im Rausch empfand er die Minuten, als er acht Wochen nach der Operation endlich wieder an die Geräte durfte. «Rund zwei Monate bin ich aus der Halle raus, da war der Anfang noch ein bisschen schwerfällig. Aber das Reck geht immer: Das war einfach irre. Wahnsinn, dass nach so langer Zeit die einzelnen Elemente immer noch klappen», zeigte er sich erfreut.

    Ganze vier Tage nach der Operation am 17. Januar in Bad Nauheim hatte er bereits wieder das Krafttraining aufgenommen, um sein Ziel, die WM-Teilnahme im Oktober, nicht aus den Augen zu verlieren. In den vergangenen Wochen verbrachte er stets einen halben Tag in der Klinik und einen halben Tag in der Turnhalle. «Langsam kann ich jetzt die Belastungen für das Bein und die Sehne steigern», berichtete er.

    Wie sonst an die Geräte geht Hambüchen nun auch unbekümmert an seine Aufgabe als TV-Reporter. Lampenfieber kennt er nicht. «Ich habe Ähnliches ja schon bei der WM in London und beim Weltcup in Stuttgart gemacht. Und ich habe damals ein gutes Feedback bekommen», sagte der Hesse, der mit sechs Titeln zwischen 2005 und 2010 der mit Abstand erfolgreichste deutsche Turner der EM-Geschichte ist.

    Obwohl er jedes Element kennt, wird Hambüchen schon in der Qualifikation genau die Übungsabläufe der Top-Turner beobachten, um sie dann dem TV-Publikum nahezubringen. «Da kann mich kaum noch etwas überraschen, auch wenn die Turner viel improvisieren. Ich werde die Zuschauer auf bestimmte Highlights hinweisen – wie Marcel Nguyens Dreifach-Tsukahara am Boden, wenn er ihn denn turnt. Und ich werde einige Episoden über meine Sportskameraden erzählen, das interessiert die Leute doch am meisten.»

    Ob es ohne ihn und Boden-Europameister Matthias Fahrig aus Halle, der seine Bundeswehr-Grundausbildung absolviert, für Deutschland eine ähnliche Ausbeute gibt wie bei der EM 2010 in Birmingham (sechs Medaillen) gibt , wagt Fabian Hambüchen nicht vorauszusagen. «Die Deutschen haben viele weitere Eisen im Feuer. Marcel Nguyen kann am Barren und Boden ins Finale kommen, Thomas Taranu an den Ringen angreifen. Und auch Robert Weber und Brian Gladow haben sich zuletzt am Reck stark präsentiert.»

    Das Publikum könnte die Gastgeber zu außergewöhnlichen Leistungen treiben, glaubt Hambüchen. «Natürlich vergleichen wir alle Wettkämpfe mit der Heim-WM 2007 in Stuttgart. Was da abging, war irre. Die Stimmung war brutal. Wenn eine ähnliche Atmosphäre aufkommt, könnte es die Mannschaft puschen. Aber das Team muss auch aufs Publikum zugehen, auch mal ein paar Faxen machen. Das kommt immer gut.»

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