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    Tumulte bei Bundesliga in Dormagen

    Handfesten Streit gab es am «Tag der Arbeit» in der Bundesliga bei der Keller-Partie zwischen TSV Dormagen und Schlusslicht GWD Minden.

    Nach einer turbulenten Endphase, in der Dormagen 67 Sekunden vor Schluss 31:29 führte, konnte Minden mit einem direkten Freiwurf nach Ablauf der Spielzeit durch Barna Putics ausgleichen. Dafür machten einige Fans die Schiedsrichter Bernd und Reiner Methe verantwortlich, die unter Polizeischutz aus der Halle gebracht wurden. Auch HBL-Spielleiter Uwe Stemberg als Spielaufsicht wurde angegriffen.

    «Ich bin hinter den Schiedsrichtern hergegangen und habe dann einen Schlag am Kopf gespürt. Und als ich dann wieder zu mir kam, hatte sich der Mannschaftsarzt von Dormagen über mich gebeugt und gefragt, ob ich ihn sehen kann. Ich war weggetreten», sagte Stemberg der Nachrichtenagentur dpa. Anzeige erstattete er jedoch nicht: «Das habe ich abgelehnt, aber die Polizei hat von Amts wegen Anzeige erstattet.» Dormagen legte unterdessen Einspruch gegen die Wertung der Partie ein, da in der letzten Minute Minden mit einem Spieler zu viel agiert und so einen Dormagener Torwurf vereitelt haben soll. «Ich schwöre Stein auf Bein, dass der Mindener Torwart richtig gewechselt hat», erinnert sich Stemberg.

    Quasi mit der Schlusssekunde war ein Fan aufs Spielfeld gerannt und rannte Stemberg um. «Ich weiß nicht, ob er eine Tätlichkeit vorhatte. Aber klar ist, dass der Fan da nichts zu suchen hat», sagte Mindens Manager Horst Bredemeier. Dormagens Manager Thomas Dröge auf der Pressekonferenz: «Wir entschuldigen uns bei Uwe Stemberg, distanzieren uns von diesem Geschehen und werden alles unternehmen, um den Sachverhalt aufzuklären.» Schon in der Halbzeit war es auf den Rängen zu Auseinandersetzungen zwischen den Fangruppen gekommen.

    Für Minden zählt nur der Punktgewinn: «Für uns war es ein glücklicher Punkt. So haben wir wieder Chancen, in der Bundesliga zu bleiben», sagte Bredemeier und betonte: «59 Minuten und 58 Sekunden war alles in Ordnung. Das hatte auch nichts mit einer schlechten Schiedsrichterleistung zu tun».

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