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Shanghai

Triumph in Shanghai: Kaymer düpiert die Weltklasse

dpa

Deutschlands Golfstar Martin Kaymer hat sein Sieger-Gen wiederentdeckt und mit einer 63er Traum-Schlussrunde die WGC Champions in Shanghai gewonnen.

Überragend
Martin Kaymer hat in Shanghai eine überragende Schlussrunde gespielt.
Foto: Luis Forra – DPA

Mit fünf Schlägen Rückstand auf Spitzenreiter Fredrik Jacobson war der Weltranglisten-Sechste in das Finale gestartet. Nach einer unwiderstehlichen Aufholjagd feierte der 26-Jährige aus Mettmann mit 268 Schlägen (69+68+68+63) vor dem entnervten Schweden (271-67+68+65+71) seinen zweitgrößten Erfolg und den zehnten Europatitel seit 2006.

«Es war eine außergewöhnliche Runde, besonders auf den zweiten neun Löchern. Ich bin sehr glücklich. Eine 63er Runde ist toll, aber ich habe schon eine 59 geschossen», sagte Kaymer in seinem ersten Interview bei Sky und reckte den schweren Old Tom Morris Cup zum Triumph über die Weltklasse in den Himmel. «Es war bisher eine Saison, die okay war. Jetzt ist es doch noch ein gutes Jahr.»

Wie immer cool bis auf die Knochen ließ der Rheinländer seine atemberaubenden Weltklasseschläge Revue passieren und die Zeremonien im Sheshan International GC über sich ergehen. Nur langsam machte sich Europas Golfer des Jahres von 2010 klar, was sich auf einen Schlag mit dem Siegerscheck von 842 218 Euro verändert hat.

Kaymer hatte nicht nur Jacobson, sondern auch die Verfolger mit seinen nordirischen Ryder-Cup-Kollegen Graeme McDowell (272) und dem Weltranglisten-Dritten Rory McIlroy (273) sowie den Engländer Paul Casey (273) in Schach gehalten.

Kaymer steigerte seinen Gesamtgewinn für 2011 auf 2,830 Millionen Euro, kletterte damit in der Weltrangliste von sechs auf vier und in der europäischen Geldrangliste (Race to Dubai) hinter dem in China pausierenden Weltranglistenersten Luke Donald (3,856) wieder auf Rang zwei. Im Februar noch hatte Kaymer – als zweiter Deutscher nach Bernhard Langer – erstmals Platz 1 für acht Wochen im Worldranking erobert.

«Das war schon eine harte Zeit. Ich war es nicht gewohnt, so im Rampenlicht zu stehen. Aber jetzt weiß ich, wie ich damit umgehen kann», sagte Kaymer. Im Januar hatte er in Abu Dhabi seinen bisher einzigen Sieg 2011 gefeiert. Lediglich sechs weitere Top-Ten-Plätze, aber auch der gescheiterte Cut beim US-Masters und vor allem die verpasste Halbzeitqualifikation als Major-Titelverteidiger bei der PGA-Championship hatten die Stimmung im Kaymer-Clan gedrückt.

Aber das fehlerfreie Kopf-an-Kopf-Rennen mit Jacobson auf den letzten Löchern machte alles wett. Von Rang sechs aus blies Kaymer auf dem Par 72-Kurs in China zum Halali – fünf Schläge schlechter als Jacobson, der mit einem 3. Rang zuvor in Malaysia aufhorchen ließ. «Ich bin ein bisschen verhalten gestartet, aber als ich am siebten Grün einen Bunkerschlag direkt ins Loch schlug, lief es», beschrieb der Sieger die Serie von insgesamt neun Birdies ohne Bogey.

Tausende an den Fairways waren in der sonst so stillen Atmosphäre auf chinesischen Golfplätzen dem Zweikampf gefolgt. Und am Ende hatte Jacobson nicht mehr die Nerven, seinen brillanten Runden zuvor die Krone aufzusetzen. «Ich bin in einer Superposition, habe rund um die Welt wichtige Titel gewonnen. Jetzt will ich noch mehr Majors und WGC-Titel», sagte Kaymer. Mit einem Sieg beim Dubai World Championship zum Saisonabschluss Anfang Dezember könnte Kaymer den Briten Donald noch abfangen, der schon die US-Geldrangliste gewonnen hat.

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