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    Suzhou

    Tischtennis-WM: Müder Boll müht sich ins Achtelfinale

    Das unerwartete Zweitrunden-Aus von Dimitrij Ovtcharov hat die restlichen drei Vertreter des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) nicht in einen Schockzustand versetzt.

    Tischtennis-Star
    Timo Boll steht bei der WM im Achtelfinale.
    Foto: Rolex Dela Pena - dpa

    Während der früh gescheiterte Europameister die Heimreise antrat, quälte sich Timo Boll mit einem 4:3-Zittersieg gegen den Portugiesen Joao Monteiro ins WM-Achtelfinale. Dort ist der 34-Jährige nicht allein. Auch sein Düsseldorfer Clubkollege Patrick Franziska sowie Irene Ivancan im Damen-Einzel sind in Suzhou noch im Rennen.

    «Uff», stöhnte Boll erleichtert nach dem zweiten Matchball, den er zum 12:10 im letzten Satz verwandelte. «Ich musste gegen meinen müden Körper kämpfen und habe durch Konzentrationsfehler unnötigen Stress verursacht», erklärte der WM-Dritte von 2011. Ihm unterliefen mehrere Fehlaufschläge. «Das ganze Spiel war eine Quälerei. Wichtig war, dass Timo im siebten Satz immer geführt hat», analysierte Bundestrainer Jörg Roßkopf.

    Bolls nächster Gegner ist am Freitag der Hongkong-Chinese Wong Chun Ting, ein Penholderspieler. «Er darf nicht zu seinen gefährlichen Vorhand-Topspins kommen. Ich will versuchen, mich besser in Wallung zu bringen», erklärte Boll, dem noch zwei Siege zu seiner zweiten WM-Medaille im Einzel fehlen.

    Eine Klasse-Partie zeigte Franziska beim grandiosen 4:1 gegen den Weltranglisten-Achten Marcos Freitas aus Portugal. «Es hat alles gepasst. Ich habe mich sehr gut bewegt», freute sich der 22 Jahre alte Weltranglisten-56. über das vielleicht beste Spiel seiner Karriere. «Ich kann mich an kein anderes erinnern.»

    «Das war sehr, sehr stark. Patrick hat am Limit gespielt, vielleicht sogar darüber», lobte Roßkopf das jüngste Teammitglied. Gegen Kou Lei aus der Ukraine, der in Runde zwei Bastian Steger besiegt hatte, winkt nun sogar der erstmalige Einzug in das WM-Viertelfinale.

    Bei den Damen setzte sich Irene Ivancan in einem zähen Match mit 4:3 gegen Park Youngsook aus Südkorea durch. Der früheren EM-Zweiten droht im nächsten Spiel gegen die an Nummer eins gesetzte Chinesin Ding Ning das WM-Aus. «Schade, dass es Ding Ning ist. Aber natürlich will ich gewinnen, auch wenn die Chancen sehr gering sind», sagte die für Fenerbahce Istanbul spielende Abwehrspezialistin.

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