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    Melbourne

    Tennis-Organisation will Doping-Regel ändern

    Die internationalen Doping-Regeln sollen für die Tennis-Tour modifiziert werden. Mit dieser Forderung überraschte am Rande der Australian Open die Chefin der Spielerinnen-Organisation WTA, Stacey Allaster.

    «Es gibt Regeln - und Profisportler müssen diese Regeln befolgen. Aber es gibt auch Regeln, die müssen geändert werden, weil sie nicht praktikabel sind», sagte Allaster in Melbourne. Gemeint ist die Vorgabe, dass Athleten jederzeit zu einer Dopingprobe bereit sein müssen und dafür im Voraus anmelden müssen, wann sie sich wo aufhalten. Das aber sei im professionellen Tennis mit seinen 53 WTA-Turnieren in elf Monaten nicht realistisch, erklärte die WTA-Chefin.

    Auslöser der Diskussion ist das Verfahren gegen die Belgierin Yanina Wickmayer, die genau über diese Regel gestolpert ist. Die US- Open-Halbfinalistin war dreimal nicht erreichbar, als sie getestet werden sollte, und bekam folglich Ende vergangenen Jahres von ihrem belgischen Heimatverband die vorgesehene Sperre von einem Jahr. Erst der Internationale Sportgerichtshof (CAS) hob die Suspendierung auf, so dass Wickmayer bei den Australian Open spielen konnte. An Nummer 16 gesetzt, schied die 20-Jährige im belgischen Duell mit Justine Henin im Achtelfinale aus.

    «Während eines Turniers wissen wir, wo die Spielerinnen sind. Aber sie wissen nicht, ob sie gewinnen oder verlieren. Und folglich wissen sie auch nicht, wie lange sie an einem Ort bleiben. Außerdem wissen sie nicht, wann und wo sie trainieren können, wo sie einen Platz bekommen. Deshalb ist es sehr schwierig bis unmöglich anzugeben, wann man wo ist», sagte Allaster. Das müssten die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) und jede nationale Agentur verstehen. «Darum sagen wir: Was in anderen Sportarten möglich ist, funktioniert im professionellen Tennis nicht. Denn unsere Spielerinnen sind zehn Monate im Jahr im Wettkampf.»

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