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    Tabellenführung weg: Unerwartete Schlappe für Braunschweig

    Im Dreikampf um den Aufstieg in die 1. Bundesliga bietet sich dem VfB Stuttgart die große Chance, sich abzusetzen. Sowohl Eintracht Braunschweig als auch Hannover 96 blieben am Wochenende sieglos. Die Schwaben treffen am Monntag auf Düsseldorf.

    Schlappe
    Eintracht Braunschweig verlor überraschend gegen St. Pauli.
    Foto: Peter Steffen - dpa

    Düsseldorf (dpa). Frust in Braunschweig, lange Gesichter in Hannover - die Spitzenteams aus der 2. Fußball-Bundesliga sind am 19. Spieltag den Nachweis ihrer Klasse schuldig geblieben.

    Mit der überraschenden 1:2 (0:1)-Heimschlappe gegen Schlusslicht FC St. Pauli verspielten die Braunschweiger die große Chance, die Tabellenführung zurückzuerobern. Weil auch der bisher punktgleiche Verfolger Hannover 96 zwei Tage zuvor beim 1:4 in Greuther Fürth enttäuscht hatte, kann der VfB Stuttgart am Montag (20.15 Uhr) die Gunst der Stunde nutzen. Schon ein Remis im Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf würde ausreichen, um an den beiden Kontrahenten vorbeiziehen.

    Nach zuvor zwei mageren Remis gegen Karlsruhe und Würzburg hatten sich die Braunschweiger eigentlich viel vorgenommen. Doch die Treffer der Hamburger Lasse Sobiech (7. Minute) und Cenk Sahin (72.) rissen das Team von Trainer Torsten Lieberknecht aus allen Träumen vom Aufstieg. In der siebenminütige Nachspielzeit gelang Suleiman Abdullahi nur noch der Anschlusstreffer. „Insgesamt geht der Sieg von St. Pauli in Ordnung“, bekannte Lieberknecht. Gäste-Coach Ewald Lienen warnte nach dem Überraschungscoup vor zu großer Euphorie: „Das war nur ein Spiel.“

    Ähnlich groß wie in Braunschweig war der Frust in Hannover. Schließlich fiel die Niederlage bei Greuther Fürth am Freitag überraschend heftig aus. „Es war sicherlich ein Sahnetag für die Fürther Mannschaft. Für uns natürlich nicht“, klagte Trainer Daniel Stendel nach der höchsten Saisonschlappe seines Teams. Angreifer Felix Klaus fand drastischere Worte: „Es war ein katastrophales Spiel von uns.“

    Auch die Mannschaften auf den folgenden Plätzen blieben sieglos. Das Ost-Duell des Vierten Union Berlin beim Tabellennachbarn Dynamo Dresden ging torlos zu Ende. Immerhin wahrten die Sachsen damit ihre Serie mit nunmehr neun Spielen ohne Niederlage. Für Dynamo-Coach Uwe Neuhaus war es ein Wiedersehen mit seinem ehemaligen Club aus Berlin. Immerhin konnten sich beide Mannschaften trösten, den Top-Aufstiegsaspiraten aus Braunschweig und Hannover einen Zähler näher gekommen zu sein. Dresdens Angreifer Stefan Kutschke sah es pragmatisch: „Wenn man sich nicht mehr über ein Punkt gegen Union freuen kann, über was denn dann?“

    Die erste Schlappe seit dem 1:3 am 30. Oktober gegen Hannover 96 musste die Würzburger Kickers beim 0:1 in Kaiserslautern hinnehmen. „Es war eine sehr, sehr unglückliche Niederlage“, sagte Trainer Bernd Hollerbach, der 1995 selbst eine Halbserie für die Pfälzer gespielt hatte.

    Einen Schritt Richtung Klassenverblieb verpasste der Karlsruher SC beim 1:1 in Bochum. Nach dem späten Treffer von Stefan Mugosa (74.) schien ein Sieg zum Greifen nah. Doch der Ausgleich durch den Bochumer Johannes Wurtz (85.) brachte den KSC um einen Befreiungsschlag. Der neue Trainer Mirko Slomka trauerte der vergebenen Chance auf den zweiten Sieg in seinem zweiten Spiel für Karlsruhe nach: „Damit hätten wir zu 1860 München und Bochum aufschließen können.“

    Gleichauf mit den Karlsruhern liegen die Münchner Löwen. Am Tag, an dem die Verpflichtung von Ian Ayre aus Liverpool bekanntgegeben wurde, gab es am Freitag beim 1:2 gegen den Drittletzten Bielefeld die sechste Auswärtsniederlage in Serie. Rang 14 passt nicht ganz zu den Bundesliga-Visionen von Ayre.

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