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Budapest

Synchron-Springer Hausding/Feck holen EM-Silber

dpa

Die Wasserspringer Patrick Hausding und Stephan Feck strahlten nach ihrem Silber-Coup als ob sie EM-Gold gewonnen hätten. «Ich bin einfach nur glücklich, dass es nach meinem Patzer noch Silber geworden ist», bekannte der Leipziger Feck nach dem Synchron-Finale vom Drei-Meter-Brett.

Synchron
Stephan Feck und Patrick Hausding beim Synchronspringen vom 3-Meter-Brett.

Durch den Anlauffehler des 20-Jährigen bei den Europameisterschaften in Budapest im dritten Sprung gab das deutsche Duo die Führung aus der Hand, viel zwischenzeitlich auf den fünften Rang zurück und kämpfte sich am Ende bravourös zurück. «Den Fehler darf man im Profi-Bereich eigentlich nicht mehr machen. Aber das passiert», meinte Feck. Nervenstark ergatterte sich das Duo mit 427,95 Punkten danach noch den zweiten Platz hinter den ukrainischen Titelverteidigern Illja Kwascha/Oleksij Prygorow, die auf 431,67 Zähler kamen. Dritte wurden die Russen Dimitri Sautin und Juri Kunakow (410,43).

Während Feck seine erste internationale Medaille bejubelte, durfte der Olympia-Zweite Hausding bereits sein zweites Silber in Empfang nehmen. Tags zuvor hatte er vom Ein-Meter-Brett Edelmetall geholt. «Wir haben außer dem Fehler einen starken Wettkampf abgeliefert und uns den Fehler selbst zuzuschreiben», analysierte Hausding. Die bis dato souverän führenden Ukrainer, die das mit Abstand schwerste Gesamtprogramm und auch den schwierigsten Einzelsprung absolvierten, patzten beim letzten Sprung schwer und es wurde am Ende sogar noch einmal knapp. Doch die Punktrichter zeigten sich gnädig und gaben kaum Punktabzüge. «Ich denke, dass es nicht fair gewesen wäre, wenn sie Zweite geworden wären», räumte Hausding ein.

Hausding/Feck, die nach dem Vorkampf als Zweitbeste ins Finale eingezogen waren, starteten mit zwei starken Pflichtsprüngen in ihr Programm und gingen in Führung. Obwohl beide in der Vorbereitung etwa 100 Trainingssprünge weniger absolvierten, da sich Feck beim Fußballspielen einen Bänderanriss zugezogen hatte. Er sprang mit bandagiertem rechten Fußgelenk.

Hausding springt nun im Einzel mit Sascha Klein (Aachen) vom Drei-Meter-Brett, sieht da aber nicht so gute Medaillenchancen. «Das ist die schwerste Konkurrenz», meinte er. Im Synchron vom Turm will er aber mit Klein seinen Titel verteidigen. Ob er dann noch im Turm-Einzel startet, ließ er offen. «Da muss man schauen, ob es nach der Vorbelastung noch Sinn macht.» Ursprünglich wollte Hausding als erster Springer überhaupt bei allen fünf EM- Entscheidungen starten.

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