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    Melbourne

    Serena Williams feiert 19. Grand-Slam-Titel

    Auf ihrer Ehrenrunde mit dem silbernen Daphne Akhurst Memorial Cup schreckte Serena Williams auch vor einer innigen Umarmung mit einem verkleideten fremden Fan nicht zurück.

    Ausgelassen
    Auf der Ehrenrunde scherzt Serena Williams mit einem verkleideten Fan.
    Foto: Made Nagi - DPA

    Der Mann mit grüner Perücke und Tennisbällen im Dekolleté drückte der ältesten Australian-Open-Siegerin in der Geschichte des Profi-Tennis nach ihrem Erfolg gegen Maria Scharapowa einen dicken Kuss auf die Wange.

    Deutlich
    Völlig verdient präsentiert Serena Williams nach dem Finale gegen Maria Scharapowa den Siegerpokal.
    Foto: Made Nagi - DPA

    Zum sechsten Mal nach 2003, 2005, 2007, 2009 und 2010 triumphierte die 33 Jahre und 127 Tage alte Amerikanerin Down Under und hat mit nun 19 Grand-Slam-Titeln die legendären Martina Navratilova und Chris Evert hinter sich gelassen. «Hier zu stehen mit 19 Grand-Slam-Siegen ist etwas, womit ich niemals gerechnet hätte», sagte Williams in ihrer «wohl längsten Ansprache, die ich jemals gehalten habe».

    Powerfrau
    Gleich vom ersten Spiel an zeigte Serena Williams enormen Biss und setzte Maria Scharapowa unter Dauerdruck.
    Foto: Filip Singer - DPA

    Einzig Rekordhalterin Steffi Graf hat mit 22 Siegen mehr Major-Titel. «Ich fühle mich so geehrt, das heute hier in einem meiner Lieblingsstadien geschafft zu haben», rief Williams den Fans zu. «Das Publikum ist wirklich gut zu mir hier, das erfahre ich nicht überall. Mein Herz ist wirklich hier», sagte die Siegerin, als sie um zehn Minuten vor Mitternacht Ortszeit zur Pressekonferenz erschien.

    Machtlos
    So klar die Russin bislang ihre Matches gestalten konnte: Gegen diese kraftvollen Schläge fand sie lange kein Mittel.
    Foto: Filip Singer - DPA

    Eine Stunde und 51 Minuten brauchte die Weltranglisten-Erste in ihrem 23. Endspiel bei einem der vier wichtigsten Turniere für den 6:3, 7:6 (7:5)-Sieg gegen die bedauernswerte Scharapowa. Die 27 Jahre alte Russin verlor auch das 16. Match in Serie gegen ihre Dauerkontrahentin und hat von insgesamt 19 Partien nur zwei gewonnen - zuletzt 2004 bei der damaligen WTA-WM in Los Angeles.

    Laufspiel
    Die Weltranglistenzweite gab trotzdem keinen Ball verloren.
    Foto: Narendra Shrestha - DPA

    «Es hat heute nicht gereicht, aber ich bin stolz auf die Leistung», sagte die Australian-Open-Siegerin von 2008 und erwies sich bei der Siegerehrung als bemerkenswert faire Verliererin. «Ich gratuliere Serena dafür, Geschichte geschrieben zu haben. Es ist eine Ehre, gegen sie zu spielen», sagte die Weltranglisten-Zweite gefasst.

    Auszeit
    In Gedanken versunken überbrückte Scharapowa die Regenpause auf dem Court.
    Foto: Filip Singer - DPA

    Nach einem spielerisch eher mäßigen Finale hatte sie zuvor wieder einmal mit ansehen müssen, wie ihre Gegnerin nach dem Matchball erst ungläubig in Richtung Tribüne schaute und dann in bewährter Serena-Williams-Flummi-Manier in ihrem neongelb-pinken Kleid über den blauen Betonboden hüpfte. Dabei ging es der jüngeren der beiden Williams-Schwestern nicht nur in den vergangenen Tagen dreckig.

    Zurückgekämpft
    Im zweiten Satz servierte Scharapowa besser und kämpfte sich bis in den Tiebreak.
    Foto: Joe Castro - DPA

    Im Interview des TV-Senders Channel 7 verriet die neue Australian-Open-Championesse, dass sie sich während der Regenpause beim Stand von 3:2 und 30:30 übergeben habe. Schon am Freitag hatte sie ihr Vormittagstraining abbrechen müssen, zeigte sich in der entscheidenden Phase der Partie dann aber nervenstark und abgeklärt.

    Vergeben
    Da hatte Williams schon einen ersten Matchball vergeben.
    Foto: Lukas Coch - DPA

    Beim Stand von 5:4 vergab Williams ihren ersten Matchball und wurde von Scharapowa in den Tiebreak gezwungen. Beim 6:5 glaubte Williams, mit einem Ass das Spiel beendet zu haben. Doch die Stuhlschiedsrichterin hatte eine Berührung der Netzkante gesehen. Williams stemmte die Hände in die Hüfte, schaute die Britin Alison Hughes an und schien zu sagen: «Das ist jetzt nicht dein Ernst?» Sie wiederholte ihren Aufschlag - und schlug erneut ein Ass. «In dem Moment dachte ich erst: Okay, ich soll dieses Turnier nicht gewinnen. Aber ich habe mich einmal geschüttelt und so hart aufgeschlagen wie ich konnte», erzählte sie später.

    Geschafft
    Letztlich konnte sich die jüngere Williams-Schwester aber doch souverän durchsetzen.
    Foto: Barbara Walton - DPA

    Tableau Damen

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    Profil Maria Scharapowa

    Profil Serena Williams

    direkter Vergleich Williams - Scharapowa

    Übersicht Preisgeld Australian Open

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