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    Schwarzer Tag für DSV-Springer – Freund-Sturz folgenlos

    Nach seiner unsanften Bruchlandung beim Skisprung-Weltcup in Engelberg brummte Severin Freund ein wenig der Kopf, wenige Minuten später sorgte der Frontmann mit einer Entwarnung für Erleichterung im arg gebeutelten deutschen Team.

    Entwarnung
    Severin Freund ist nach seinem Sturz in Engelberg ausgeschieden.
    Foto: Hendrik Schmidt - DPA

    «Es geht mir gut. Es ist nichts passiert», sagte Freund. «Vielleicht bekomme ich noch etwas Kopfschmerzen, aber dem Springen morgen steht zum jetzigen Stand nichts im Wege.»

    Es war die beste Nachricht an einem «Schwarzen Samstag» für die deutschen Ski-Adler, die erstmals im Olympia-Winter nicht in die Top Ten kamen. Beim Überraschungssieg des Polen Jan Ziobro war Andreas Wank als 13. bester Deutscher. Andreas Wellinger landete auf Rang 25, Karl Geiger wurde 28. «Wir sind schlecht gesprungen. Heute ist alles schief gelaufen. Das Ergebnis ist natürlich enttäuschend», bilanzierte Bundestrainer Werner Schuster.

    Ziobro egalisierte mit 141 Metern im Finale den Schanzenrekord und verwies seinen Landsmann Kamil Stoch und den Norweger Anders Bardal auf die Plätze. Zu diesem Zeitpunkt war Freund bereits auf dem Weg in das Mannschaftshotel. Der 25 Jahre alte Bayer hatte nach der Landung bei 126,5 Meter die Balance verloren und war rücklings den Hang entlanggerutscht. «Ich war beim Absprung etwas spät dran. Man will dann Meter, Meter, Meter machen, da kann es bei der Landung schon mal eng werden. Es ist zwar nicht schön, wenn das im Wettkampf passiert. Aber das muss ich abhaken», erklärte Freund.

    Als 48. schied er nach dem ersten Durchgang wie seine Teamkollegen Michael Neumayer, Marinus Kraus und Pius Paschke aus. «Wir werden uns sortieren und morgen hoffentlich ein besseres Ergebnis machen», erklärte Schuster. Eine Kabinenpredigt hatten seine Schützlinge trotz des schlechtesten Saisonresultats nicht zu befürchten. «Die Stimmung ist doch schon unten. Da werde ich keine harten Töne anschlagen, sondern die Jungs an ihre Stärken erinnern», sagte Schuster.

    Ein kleiner Lichtblick war der Auftritt von Wank, der zumindest die halbe Olympia-Norm erfüllte. «Das war der erste Schritt. Im ersten Versuch habe ich leider viel liegen gelassen und einiges verschenkt. Der zweite Sprung war viel wert», bewertete Wank seine Flüge auf 125 und 128 Meter.

    Viel Windpech hatte einmal mehr Wellinger. Der Youngster wollte sich davon jedoch nicht entmutigen lassen. «Ich bin gut in Form, auch wenn es heute nicht optimal war», verkündete der 18-Jährige. «Bei zwei Meter Rückenwind ist es eben extrem schwer.»

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