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    Rückschlag für Ruderer ­ Ärger um Buschbacher

    Cambridge/Neuseeland (dpa) ­ Erster Rückschlag für die deutsche Ruderflotte und Ärger um Cheftrainer Hartmut Buschbacher bei den Weltmeisterschaften in Neuseeland: Der 52-Jährige muss vor Gericht erscheinen.

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    Im Finale: Daniela Reimer (r) und Anja Noske im leichten Doppelzweier.

    Buschbacher war von der Polizei angehalten worden und hatte es abgelehnt, eine Blutprobe abzugeben. Das berichtete die Zeitung «Waikato Times». Oliver Palme, Pressesprecher des Deutschen Ruderverbandes (DRV), bestätigte die Angaben. Der Gerichtstermin ist für den 8. November anberaumt. Bis dahin werde der Verband keine Stellungnahme abgeben.

    Buschbacher war in der Nacht zum 2. November in der Nähe der Wettkampfstätte am Karapiro-See angehalten worden. Andere Autofahrer hatten die Polizei gerufen, weil der Mann auffällig fuhr. Die Polizei wirft Buschbacher Verweigerung einer Blutprobe vor. Das Gericht im 30 Kilometer entfernten Hamilton vertagte die Anhörung auf den 8. November. «Bis dahin gilt unsere Konzentration voll und ganz dem Wettkampf», sagte Palme.

    Doch der verlief nicht wunschgemäß. Zwei Teams, die Mitte September noch den Gewinn des EM-Titels feiern konnten, verpassten das WM-Finale. Der Vierer ohne Steuermann mit Schlagmann Florian Eichner (Halle/Saale) und der Leichtgewichts-Doppelzweier mit Linus Lichtschlag (Berlin) und Lars Hartig (Friedrichstadt) schieden vorzeitig aus. «Ich bin hier zum ersten Mal nicht zufrieden. Wir haben zwei Boote verloren, die sich gut vorbereitet hatten und von denen ich dachte, dass sie weiter sind», sagte Buschbacher.

    Nachdem der ungesteuerte Vierer im Vorlauf wegen eines Boot- Schadens chancenlos war, belegte er im Hoffnungslauf nur den dritten Platz hinter den USA und dem italienischen Vierer, den er bei der EM vor eineinhalb Monaten klar beherrscht hatte. «Durch den fehlenden Vorlauf sind wir nicht in unseren Rhythmus gekommen», klagte Eichner. Nach einer bislang glanzvollen Saison kam der Leichtgewichts- Doppelzweier mit den Nachwuchsruderern Lichtschlag und Hartig im Halbfinale nicht über Rang fünf hinaus. «Die beiden sind jung, ihnen fehlt die Erfahrung. Die lange Saison war schwierig für sie», meinte Buschbacher.

    Die deutschen Frauen waren am vierten Regattatag erfolgreicher. Der Frauen-Doppelvierer mit Schlagfrau Julia Richter (Berlin) fuhr im Hoffnungslauf mit Platz zwei ebenso in das Finale wie der Doppelzweier mit Annekatrin Thiele/Stephanie Schiller (Leipzig/Potsdam). Platz drei im Halbfinale reichte auch für Daniela Reimer/Anja Noske (Potsdam/Saarbrücken) im leichten Doppelzweier zum Finaleinzug. Nach dem Vorlaufsieg des Deutschland-Achters stehen bereits sechs deutsche Boote in den WM-Endläufen, die am Freitag beginnen.

    Die Chance auf das Finale will am Donnerstag auch der 22 Jahre alte Karl Schulze aus Dresden im Einer nutzen. Der U 23-Weltmeister und EM-Dritte vertritt den bis zur nächsten Saison pausierenden Marcel Hacker bislang bravourös. Nach seinem Sieg im Hoffnungslauf über den Olympia-Sechsten Lassi Karonen (Schweden) will er im Halbfinale, in dem er etwa auf Weltmeister Mahe Drysdale (Neuseeland) und Weltcup-Sieger Ondrej Synek (Tschechien) trifft, für die nächste Überraschung sorgen. Der Nachwuchsruderer zeigt sich trotz härtester Konkurrenz selbstbewusst: «Ich bin ein unbeschriebenes Blatt im Einer und werde versuchen, die anderen zu ärgern.»

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