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    Hamburg

    Ribéry mit Lust zurück im Bayern-Trikot

    Franck Ribéry ist nach seiner Rückenverletzung und verpasster WM wieder mit großer Lust im Trikot des FC Bayern München unterwegs. «Ich bin heiß, aber mir fehlt noch der Rhythmus», sagte der Franzose nach dem gewonnenen Halbfinale des Telekom Cups in Hamburg.

    Bartträger
    Franck Ribéry hinterließ einen starken Eindruck.
    Foto: Axel Heimken - DPA

    Natürlich sei die Enttäuschung während der WM in Brasilien groß gewesen, zumal er sich in guter Form fühlte und mit der Equipe Tricolore einiges erreichen wollte. Mit 31 Jahren hat der Flügelspieler aus Boulogne-sur-Mer nicht mehr viele große Turniere vor sich. «Ich will nicht mehr darüber nachdenken, sondern nach vorne schauen», betonte der Techniker. Er deutete mit einem Alleingang durch die Gladbacher Abwehr und einem gekonnten Tor in den Winkel seine Fußballkunst wieder an.

    Angesprochen auf seinen neuen Look mit wild gewachsenem Bart, blitzten die Augen des Franzosen auf. «Meine Frau steht drauf. Ich will mich rasieren, sie will, dass der Bart bleibt. Ich kämpfe mit ihr», erklärte er sein Urlaubssouvenir.

    Nicht immer war Ribéry in der vergangenen Spielzeit gut drauf. Viele meinten, die verlorene Wahl zum Weltfußballer des Jahres gegen Ronaldo im Januar habe ihn tief getroffen. Er redete wenig und blieb auf dem Platz oft blass. Nun kann er die ganze Vorbereitung bei den Bayern mitmachen. «Wenn ich spiele, brauche ich Explosivität und Schnelligkeit», erklärte der Ausnahme-Fußballer.

    Auch Trainer Pep Guardiola freut sich über die frühe Rückkehr des Nationalspielers in den Trainingsalltag, während die WM-Fahrer ja noch im Urlaub weilen: «Franck war länger verletzt, jetzt hat er schon vier Einheiten mitgemacht.» Zusammen mit dem Ex-Dortmunder Robert Lewandowski kann er künftig für viel Wirbel im Angriff sorgen. «Wir haben viele Stürmer und jetzt ein noch höheres Niveau. Aber da sind auch noch Müller, Götze und Robben», sagte Guardiola. Und das Zusammenspiel von Ribéry und Lewandowski ist aktuell noch verbesserungswürdig, auch wenn sie mit ihren Toren schon das entwöhnte Hamburger Publikum verwöhnten. «Er hat sich schnell integriert, und wir haben eine Menge Spaß zusammen», erzählte Ribéry.

    Guardiola hatte wegen der Personalnot sogar die Nachwuchsleute Gianluca Gaudino, Sohn von Maurizio Gaudino, und Mehmet Scholls Sohn Lucas aufgeboten. «Ich freue mich für Mehmet», sagte Ribéry, der dem Bayern-Nachwuchs zur Seite stehen will: «Ich bin zehn, elf Jahre älter, ich will ihnen gern helfen.» Besonders der 17 Jahre alte Gaudino deutete im offensiven Mittelfeld nicht nur seine technischen Fähigkeiten, sondern auch seinen Überblick an.

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