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    Genf

    Pferdewechsel: Millionen-Handel im WM-Jahr

    Im WM-Jahr geht es rund. Der Pferdehandel bekommt noch mehr Schwung, rund fünf Monate vor den Weltmeisterschaften gehen besonders viele Millionen Euros für sprunggewaltige Vierbeiner über den Tisch.

    Okidoki
    Der Niederländer Albert Zoer springt mit seinem Pferd Okidoki 2007 in Mannheim über ein Hindernis.

    Zuletzt schlug sogar die Präsidentin des Weltverbandes FEI, Haya bint al Hussein, höchstselbst zu und kaufte den Schimmel Opus für rund 1,4 Millionen Euro. Kurz zuvor hatte der Welt- und Europameister Albert Zoer sein Toppferd Okidoki für eine ähnlich hohe Summe an den Argentinier Jose Larocca abgegeben. Eine große Verkaufs-Schau für Spätentschlossene ist derzeit das Weltcup-Finale in Genf.

    «In Jahren von Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen ist der Markt besonders aktiv», sagte Bundestrainer Otto Becker in Genf. Er sei froh, «dass wir kein Pferd für die WM verloren haben». Manchmal sind die Angebote aber einfach zu verlockend. «Da hilft oft auch kein Patriotismus», erklärte Becker.

    So erging es dem Schweizer Gastronom Peter Schildknecht, der den zuletzt vom Schweizer Steve Guerdat gerittenen Opus verkaufte. «Ich konnte dem ungewöhnlichen Angebot trotz einiger schlafloser Nächte nicht widerstehen», zitierte ihn die Schweizer Agentur SI. Nun soll das Spitzenpferd, das vom «Team Harmony» der FEI-Präsidentin Haya bint al Hussein erstanden wurde, vom Belgier Francois Mathy geritten werden.

    «Wir müssen um jedes Pferd kämpfen», sagte Becker und erklärte mit Blick auf den amtierenden Team-Weltmeister: «Die Holländer haben gerade zwei sehr gute verloren.» Erst wurde der von Eric van der Vleuten gerittene Tomboy an die Milliarden-Erbin Athina Onassis verkauft, dann kassierte Albert Zoer für sein Toppferd Okidoki. «Das hat natürlich zwei Seiten», sagte Zoer, der mit dem Wallach bei EM und WM den Team-Titel gewann. «Aber er ist schon 14 Jahre alt.» Es war also die letzte Chance auf eine Millionen-Einnahme. Beim Weltcup-Finale reitet Zoer nun mit Samurai - und wurde im Zeitspringen Letzter.

    «Das ist wie ein Karussell», erklärte der ehemalige Doppel- Europameister Marco Kutscher. Und das dreht sich vor der WM besonders schnell. «Aber das gehört zum Geschäft», sagte der Angestellte von Ludger Beerbaum: «Von den Preisgeldern kann man nicht leben.»

    Das Karussell dreht sich auch im Stall Beerbaum, für den Kutscher seit wenigen Wochen auch den Wallach Allerdings reitet. Das zehnjährige Pferd gehört der Springreiter-Legende Hans Günter Winkler und ist an den Stall Beerbaum zum Testen ausgeliehen. «Es gibt eine Option, ihn zu kaufen», erklärte Kutscher, der in Genf in einer Rahmenprüfung mit Allerdings einen zweiten Platz herausritt. Für die WM ist der Wallach aber kein Thema.

    Neu im Beerbaum-Stall ist auch die Stute Paola, die vorher von der ehemaligen Vize-Europameisterin Christina Liebherr (Schweiz) geritten wurde. Verkauft wurde hingegen der Hengst Lavillon, der vor einem Jahr vom Franzosen Philippe Leoni in den Beerbaum-Stall wechselte und nun bei der finnischen Reiterin Noora Forsten zu Hause ist. Das Karussell bleibt in Bewegung, auch nach der WM im Herbst.

    Pferdesport
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