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    Nord-Duell um Punkte und Torjäger Lasogga

    Der VfL Wolfsburg hat mit seinem öffentlichen Interesse an HSV-Torjäger Pierre-Michel Lasogga vor dem Nord-Duell gegen die Hamburger für zusätzliche Brisanz gesorgt.

    Torjäger
    Auch der VfL Wolfsburg ist an HSV-Stürmer Pierre-Michael Lasogga interessiert.
    Foto: Angelika Warmuth - DPA

    Vor allem Wolfsburgs Coach Dieter Hecking hielt sich mit seiner Begeisterung für den früheren VfL-Jugendspieler nicht zurück. «Er hat ja eine Vergangenheit in Wolfsburg, spielt spektakulär. Er ist ein interessanter, guter junger Spieler», bestätigte Hecking den Wolfsburger Fokus auf den 21-Jährigen vor dem Fußball-Bundesligaduell am Freitag.

    Lasogga kommt als Hertha-BSC-Leihgabe und erfolgreicher Torjäger im HSV-Trikot zurück nach Niedersachsen und steht dort längst wieder auf der Liste. «Er hat Artjoms Rudnevs in Hamburg auf die Bank geschossen, arbeitet gut was weg und er hat ein gutes Näschen. Lasogga weiß, wo der Ball vorn hinfällt», lobte Hecking weiter.

    Acht Tore in neun Saisonspielen für den erst 21-Jährigen sprechen für sich. Lasogga scheint der perfekte Kandidat für die Nachfolge des 34 Jahre alten Ivica Olic, dessen Vertrag in Wolfsburg im Sommer ausläuft. Einigen müsste sich VfL-Manager Klaus Allofs freilich nicht mit dem Spieler und dem HSV, sondern vor allem mit den Berlinern, wo Lasogga noch unter Vertrag steht.

    Allofs hielt sich vor dem Duell mit konkreten Aussagen zurück, vermied allerdings auch auffällig jegliches Dementi. «Ob jemand auf unserer Liste steht, behalte ich gern für mich», meinte Allofs, kündigte aber auch an: «Wir werden versuchen, zur Rückrunde oder im nächsten Sommer die Qualität unseres Kaders zu verbessern.»

    Am Freitag kann er sich wie beim 2:1 gegen Borussia Dortmund Anfang November davon überzeugen, ob ein Qualitätssprung im Kader auch ohne Starspieler Diego gelingt. Der Vertrag des Brasilianers läuft ebenfalls im Sommer aus, am Freitag ist er gesperrt. «Das soll sich nicht nachteilig auswirken», unkte HSV-Sportdirektor Oliver Kreuzer bereits hoffnungsvoll: «Der zweite Sieg in Serie ist machbar.» Damit wäre der Anschluss an die obere Tabellenhälfte erst einmal geschafft. Allerdings gelangen dem HSV in dieser Saison zwei Siege in Folge noch nie.

    Kopfzerbrechen bereitet Wolfsburgs Trainer Hecking der Diego-Ausfall ohnehin nicht wirklich. Auch gegen den BVB wurde der Brasilianer bestens von Daniel Caligiuri vertreten. Laut Hecking sei es «das wahrscheinlichste», dass Caligiuri erneut zum Zug kommt.

    Auch bei den Hamburgern fehlt der Starspieler. Rafael van der Vaart trainierte am Mittwoch zwar schon wieder mit dem Ball, dürfte aber frühestens am kommenden Dienstag im Pokal gegen den 1. FC Köln wieder spielen können. Zwar fehlte der Niederländer auch schon beim 3:1 gegen Hannover am vergangenen Sonntag, doch dürfte die Hamburger am Freitag ein stärkerer Gegner erwarten, der mit einem Sieg den Anschluss an die Champions-League-Ränge halten würde.

    «Das wird eine große Herausforderung gegen eine starke Mannschaft», sagte HSV-Coach Bert van Marwijk. «Wir haben gegen Leverkusen und Gladbach gezeigt, dass wir mithalten können, wir müssen einen guten Tag haben.» Gegen beide Spitzenteams verlor der HSV allerdings.

    DievoraussichtlichenAufstellungen:

    VfL Wolfsburg: Benaglio - Ochs, Naldo, Knoche, Rodriguez - Luiz Gustavo, Medojevic - D. Caligiuri, Arnold, Perisic - Olic

    Hamburger SV: Adler - Westermann, Tah, Djourou, Jansen - Badelj, Arslan (Rincón) - Beister, Calhanoglu, Ilicevic - Lasogga

    Schiedsrichter: Brych (München)

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