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    Neustart mit 46: Nieberg siegt und plant Olympia

    Nach langer Durststrecke kommen die Erfolge zum richtigen Zeitpunkt. Zwei zweite Plätze bei Topturnieren und nun der Sieg beim Großen Preis von Braunschweig sind für den Springreiter Lars Nieberg ein ermutigender Auftakt in ein ganz besonderes Jahr.

    Springer-Dup
    Lars Nieberg überspringt mit Galippo 2009 ein Hindernis.

    Mit 46 Jahren wagt der zweimalige Mannschafts-Olympiasieger einen nicht ganz freiwilligen Neustart – den Sprung in die Selbstständigkeit. Mit Beginn des nächsten Monats wird für den Reiter alles anders, dann übernimmt der deutsche Meister von 1995 als Pächter das Gestüt Wäldershausen in Homberg/Ohm. «Der Vertrag ist fertig, jetzt ist alles klar», sagte Nieberg: «Ich war ein bisschen in einer Zwangssituation.» Fast zwei Jahrzehnte war der aus dem niedersächsischen Wittingen stammende Reiter Angestellter, nun muss er investieren, weil seine bisherige Mäzenin Katarina Geller sich zurückzieht.

    Rund 125 000 Euro Preisgeld hat Nieberg zuletzt durch zweite Plätze in Abu Dhabi und Zürich sowie den Sieg in Braunschweig kassiert. «Das hilft ein bisschen», sagte Nieberg augenzwinkernd. Aber Springreiter müssen meist mehr als die Hälfte dieser Einnahmen an die Pferdebesitzer abgeben. Die Kosten wie Futter, Tierarzt oder die Transporte zu den Turnieren müssen sie hingegen selber bezahlen. «Ganz ohne Sponsor oder Mäzen geht es nicht», erklärte der Team-Weltmeister von 1998. «Die Situation bleibt schwierig.»

    Zudem besteht das Risiko, dass gute Pferde nach Erfolgen verkauft werden. Gerade in einem Jahr wie diesem, da im Herbst die Weltmeisterschaft in Lexington/Kentucky ansteht. «In gewissen Ländern gibt es Leute, die Pferde eine Woche vorher kaufen und direkt nach Lexington verschiffen», sagte Nieberg auf Braunschwieg-Sieger Lord Luis angesprochen. Den Wallach darf Nieberg derzeit nur deshalb reiten, weil Alois Pollmann-Schweckhorst sich vor einem halben Jahr das Bein gebrochen hatte. «Der Besitzer muss das Pferd nicht verkaufen, aber in letzter Konsequenz ist das nicht besprochen.»

    Nur in Ausnahmefällen sind die Reiter auch Besitzer der Pferde, die bei Weltklasse-Niveau zwei bis drei Millionen Euro kosten können. Umso glücklicher ist Nieberg, dass seine große Zukunftshoffnung Galippo ihm selber gehört. «Vom Gefühl her ist das der Beste, den ich je hatte», sagte Nieberg. Mit dem jetzt neunjährigen Wallach hat der zweimalige Olympia-Sieger, der 1996 und 2000 zum deutschen Gold-Team gehörte, noch Großes vor: «Ich habe mir als Ziel gesetzt, noch einmal bei den Olympischen Spielen zu reiten.»

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