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    Neustart geglückt: Handballfrauen können für EM planen

    Das enttäuschende WM-Abschneiden in Brasilien ist aus den Köpfen der deutschen Handballerinnen, nun können die Planungen für die EM im Dezember in den Niederlanden beginnen.

    Optimismus
    Der ganz große Wurf fehlt noch, aber die Handballfrauen mit Laura Steinbach machen Hoffnung auf die EM.
    Foto: Thomas Frey - DPA

    «Wir werden uns bei der Europameisterschaft wiedersehen», verabschiedete sich Karl-Erik Böhn, der norwegische Trainer der Ungarn, von Bundestrainer Heine Jensen nach dem 26:18 der Gastgeber in Trier.

    Das Team des Deutschen Handballbundes erkämpfte sich so die Tabellenführung in der EM-Qualifikationsgruppe 1 vor den punktgleichen Magyaren zurück - und hat im Falle einer finalen Punktgleichheit auch den direkten Vergleich (23:25 im Hinspiel) gewonnen. Dieser könnte notfalls über den Gruppensieg entscheiden. Die ersten beiden Mannschaften jeder Gruppe qualifizieren sich dann für die EM vom 3. bis 18. Dezember.

    «Ich denke, wir können für die EM planen», meinte Nationalspielerin Nadja Nadgornaja. Denn schon ein Remis im nächsten Qualifikationsspiel am 30. Mai bei den drittplatzierten Weißrussinnen bedeutet das EM-Ticket. In der letzten Partie wartet dann am 2./3. Juni ein Heimspiel gegen die noch punktlose Mannschaft aus Aserbaidschan.

    Für Bundestrainer Jensen ist der Neustart nach der verpatzten WM mit Rang 17 und dem Olympia-Aus geglückt: «In den Spielen gegen Ungarn haben wir in drei von vier Halbzeiten richtig gut gespielt, sieht man von der ersten Hälfte des Hinspiels einmal ab. Wir haben unser wichtigstes Ziel erreicht, stehen mit 6:2-Punkten an der Spitze und haben einen entscheidenden Schritt zur EM gemacht.»

    Der Däne freute sich vor allem über die Tatsache, dass er auch nach den Rücktritten von Leistungsträgerinnen wie Torfrau Sabine Englert oder Ex-Welthandballerin Nadine Krause auf einen in der Breite starken Kader bauen kann. War es im Hinspiel Nadgornaja, die mit elf Treffern Akzente setzte, überragte in Trier vor allem Nachzüglerin Frederike Lütz mit acht Treffern.

    «Es ist richtig toll zu sehen, dass Spielerinnen bei uns aus dem Hintergrund direkt ins Rampenlicht kommen können», freute sich Jensen, der zudem eine deutliche Steigerung in der Defensive und einen «größeren Drang zum Tor» im Angriff erkannte. Generell sieht Jensen seine Mannschaft auf einem guten Weg: «Das geht mit Blick auf die EM alles in die richtige Richtung.»

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