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Moskau

Neureuther Zweiter in Moskau – Höfl-Riesch Vierte

dpa

Felix Neureuther fehlte der Hauch einer Sekunde zum Sieg, Maria Höfl-Riesch verpasste nach einem «Reise- Wahnsinn» das Podest auf fremden Ski um einen Wimpernschlag. Die beiden deutschen Technik-Asse haben bei der alpinen Weltcup-Premiere in Moskau die Krönung nur knapp verfehlt.

Podestplätze
Siegerehrung: Felix Neureuther (l) steht neben Alexis Pinturault (M) und Andre Myhrer.
Foto: Sergei Chirikov – DPA

Neureuther verlor das Finale im Parallel-Slalom gegen den erstmaligen Sieger Alexis Pinturault aus Frankreich um 0,17 Sekunden. «Ich finde Stadtwettbewerbe prinzipiell sehr gut», lobte Neureuther den City-Event. Mit seinem 13. Podestrang schlug er nur zwei Tage nach seinem bitteren Aus am ersten Tor beim Slalom in Bansko zurück.

Bei den Damen gewann Julia Mancuso und kassierte wie Pinturault 40 000 Schweizer Franken Preisgeld. «Es ist ziemlich fantastisch. Ich hatte zwei Schwestern, da musste ich mich bewähren lernen», berichtete die Amerikanerin über die direkten Duelle auf der 56 Meter hohen Stahlkonstruktion.

Höfl-Riesch unterlag im Halbfinale der späteren Zweiten Michaela Kirchgasser aus Österreich um 0,03 Sekunden und musste sich im kleinen Finale ihrer amerikanischen Dauerrivalin Lindsey Vonn um 0,08 Sekunden geschlagen geben. Nach dem Trip von Sotschi nach Moskau mit mehr als vier Stunden Verspätung seien ihre Ski «verloren gegangen», berichtete ihr Ehemann und Manager Marcus Höfl.

Deshalb startete die Gesamtweltcupsiegerin mit dem Material des Amerikaners Ted Ligety und schlug sich auf den fünf Zentimeter längeren Latten sehr wacker. Im Viertelfinale gewann sie mit 0,04 Sekunden vor Slalom-Dominatorin Marlies Schild. «Es ist ganz etwas anderes, wir könnten das ruhig öfter machen», meinte die Österreicherin, «aber es ersetzt nicht die normalen Wettbewerbe.»

Neureuther überzeugte mit extrem schnellen Schwüngen und einer ausgefeilten Starttechnik – schon Sekunden vor dem Signal lehnte er sich weit zurück und katapultierte sich auf die Rampe. Nur im zweiten Finallauf konnte Pinturault mithalten und holte den zweimaligen Weltcupsieger noch ein. «Wenn du einen guten Start hast, hast du eine gute Chance zu gewinnen», sagte der Franzose, «ich hätte mir nicht gedacht, dass ich gewinnen kann.» Die Rennen fanden auf einem künstlichen Hügel direkt neben dem Luschniki-Stadion statt, wo am Abend noch ZSKA Moskau im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Real Madrid antrat.

Der verletzt aussetzende Ivica Kostelic aus Kroatien musste die Führung im Gesamtweltcup um zwölf Punkte an Marcel Hirscher abgeben. Der Österreicher konnte sich durch sein Viertelfinalaus gegen Pinturault aber nicht wie von ihm erhofft ein Polster herausfahren. Auch der Schweizer Beat Feuz kam nicht über die Runde der besten Acht hinaus und liegt als Dritter weiter 52 Zähler hinter Hirscher.

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