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    Neuner siegt in Chanty-Mansijsk im Sprint

    Chanty-Mansijsk (dpa) - Magdalena Neuner ist auf dem allerbesten Weg, sich das schönste Abschiedsgeschenk zu machen. Beim Weltcup-Finale in Chanty-Mansijsk feierte die Biathlon-Rekordweltmeisterin in ihrem letzten Sprintrennen ihren 34. Einzelsieg.

    Biathlon-Star
    Magdalena Neuner hat auch den Sprint in Chanty-Mansijsk gewonnen.
    Foto: Martin Schutt - DPA

    Vor den letzten zwei Saison-Rennen, den letzten beiden Wettkämpfen ihrer Sportkarriere, hat die 25-Jährige im Kampf um den Gesamtweltcup 67 Punkte Vorsprung vor ihrer Rivalin Darja Domratschewa. Die Verfolgungsweltmeisterin von Ruhpolding wurde hinter Vita Semerenko aus der Ukraine Dritte. «Das hat heute einfach nur Spaß gemacht. Vor allem, weil der WM-Stress weg war, das habe ich schon gemerkt», sagte Neuner.

    «Ich will zum Abschluss meiner letzten Saison die große Kristallkugel als Andenken mit nach Hause nehmen», bekräftigte die Doppel-Olympiasiegerin einmal mehr. Sollte Deutschlands Sportlerin des Jahres den Verfolgungswettkampf am Samstag sowie den Massenstart am Sonntag ähnlich gut überstehen, hätte sie die Große Kristallkugel nach 2008 und 2010 zum dritten Mal gewonnen. Die 25-Jährige wäre dann in der ewigen Rangliste alleinige Zweite hinter der sechsmal erfolgreichen Schwedin Magdalena Forsberg. Für einen Weltcup-Sieg gibt es 60 Punkte, die beiden schwächsten Ergebnisse der Saison werden am Sonntag gestrichen.

    Bis auf ihren 18. Sprint-Sieg insgesamt, es war der zehnte Erfolg in diesem, ihrem letzten Winter, war in Sibirien für Magdalena Neuner nichts, wie es immer war. Schon beim ersten Training auf der Strecke, erzählte sie in ihrem Blog auf yahoo.eurosport.de, habe sie einen «sentimentalen Moment» gehabt. Sie habe an die erfolgreiche WM hier, an die tolle WM in Ruhpolding und an das endgültige Ende nach diesen Wettkampftagen denken müssen. Bei der am vergangenen Sonntag zu Ende gegangenen Heim-WM war sie mit zweimal Gold, einmal Silber und einmal Bronze am selbstgesteckten Ziel vorbeigelaufen.

    So ist die WM im fernen Chanty-Mansijsk vor einem Jahr mit fünf Medaillengewinnen, darunter drei goldenen, ihre erfolgreichste geblieben. Wie im Vorjahr teilte sich die zwölfmalige Weltmeisterin ein Zimmer mit ihrer Teamkollegin Miriam Gössner. «Als Miri und ich in unser Zimmer gekommen sind, hatten wir ein richtiges Déjà Vu, weil alles genauso aussah, wie im vergangenen Jahr. Da haben wir uns erst mal den WM-Erinnerungen hingegeben, was sehr lustig und auch ein bisschen wehmütig war.»

    Als Vierte, direkt hinter Andrea Henkel, machte sich Darja Domratschewa auf die 7,5 Kilometer. «Hier wird nicht mehr viel passieren», sagte ihr Trainer Klaus Siebert. Neuner, die bei ihrem Ruhpoldinger WM-Sieg bereits den Sprint-Weltcup gewann, hatte bei der Verlosung die Startnummer 13 gezogen. «Dascha», räumte die ersten fünf Scheiben ab, Neuner ließ gleich die erste stehen und hatte nach der Strafrunde 10,8 Sekunden Rückstand auf die nun führende Rivalin.

    Fehlerfrei kam die achtmalige Weltmeisterin Andrea Henkel, die am Ende Sechste wurde, durch das Schießen. Doch Domratschewa blieb trotz eines Fehlers im Stehendanschlag an der Spitze. Nachdem Neuner noch einmal in die Strafrunde musste, schien die Entscheidung gefallen. Doch «Gold-Lena» schaltete den Turbo ein und hatte am Ende 16,2 Sekunden Vorsprung vor Domratschewa. Mit Startnummer 41 schob sich noch Vita Semerenko zwischen die Rivalinnen.

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