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    Nach Eklat: Nur Geldstrafe für Dormagen

    Der TSV Dormagen ist nach dem Eklat-Spiel in der Handball-Bundesliga gegen GWD Minden mit einem blauen Auge davongekommen.

    Statt der befürchteten Hallensperre wurde gegen den Tabellen-16. nach dem Angriff eines Fans auf Spielaufseher Uwe Stemberg lediglich eine Geldstrafe von 10 000 Euro ausgesprochen. «Das ist die höchste Geldstrafe, die wir bisher verhängt haben. Dormagen ist insofern mit einem blauen Auge davongekommen, als sie um eine Hallensperre herumgekommen sind», sagte Frank Bohmann, Geschäftsführer des Ligaverbandes HBL, der dpa.

    Dormagen hat die Strafe bereits akzeptiert. Auch werde der angekündigte Protest gegen die Spielwertung nicht weiter verfolgt, teilte der Club auf seiner Internetseite mit. Dormagen hatte Protest angekündigt, weil Minden in der Schlussphase einen Spieler zu viel auf dem Parkett gehabt haben sollte. Stemberg hatte bereits erklärt: «Ich schwöre Stein auf Bein, dass der Mindener Torwart richtig gewechselt hat.»

    Bei dem Urteil, das HBL-Justiziar Andreas Thiel nach Beratungen gefällt hat, wurden das bislang unauffällige Verhalten der Dormagener und die Reue berücksichtigt. «Wir haben die tadellose Vergangenheit berücksichtigt», erklärte Bohmann. Zusätzliche Auflagen seien dem TSV Dormagen nicht gemacht worden. Allerdings würde bei einem erneuten Vorfall die Strafe höher ausfallen.

    Beim 31:31 im Keller-Duell zwischen Dormagen und Minden hatte ein Fan des Gastgebers Spielaufseher Stemberg kurz nach Spielende niedergestreckt. Der Spielleiter hatte daraufhin kurzzeitig das Bewusstsein verloren. Die Polizei hat gegen den Täter von Amts wegen Anzeige erstattet. Dormagens Manager Thomas Dröge hatte sich nach dem Vorfall öffentlich bei Stemberg entschuldigt.

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