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    Berlin

    Nach Adler-Patzern: Kahn und Netzer stützen Löw

    Die öffentliche Diskussion um die Nummer 1 im deutschen WM-Tor ist neu eröffnet, Joachim Löw aber lässt sich nicht aus der Deckung locken. Dafür springt ausgerechnet Oliver Kahn dem Bundestrainer zur Seite.

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    Nach seinem Patzer gegen Hamburg hebt René Adler entschuldigend die Arme.

    «Es war gut, dass sich Löw rechtzeitig festgelegt hat. Ein Torwart braucht diese Sicherheit», übermittelte der einstige «Titan» via «Bild»-Zeitung die klare Botschaft an das Fußball-Volk: Auch nach den jüngsten Patzern ist der 25 Jahre alte René Adler noch die richtige Wahl, um im Sommer in Südafrika das Tor der DFB-Elf sauber zu halten. Kahn hatte die bittere Seite des Ausscheidungskampfes selbst erlebt, als ihm Bundestrainer Jürgen Klinsmann und der damalige Assistent Löw 2006 eröffneten, dass nicht er, sondern Jens Lehmann die Heim-WM als Stammkeeper bestreiten werde.

    «Das ist nun wirklich eine komplett unsinnige Diskussion. Es ist doch beruhigend, dass wir in jedem Fall einen starken Torwart aufstellen können. Für mich jedenfalls hat René Adler sich zu Recht einen kleinen Vorsprung gegenüber Manuel Neuer und Tim Wiese herausgearbeitet», sagte Ex-Nationalspieler Günter Netzer auf der DFB-Internetseite. An der grundsätzlichen Entscheidung für den Leverkusener Adler, den Löw vor dem Test-Länderspiel Anfang März gegen Argentinien (0:1) offiziell zur Nummer 1 im deutschen Tor ernannt hatte, haben auch andere Experten kaum Zweifel.

    Nur der frühe Zeitpunkt der Beförderung des gebürtigen Leipzigers ist umstritten. «Ich fand es unnötig, sich so früh zu entscheiden», erklärte der ehemalige Nationaltorhüter Uli Stein dem Internetportal «spox.com». Doch auch Stein schränkte ein: «Es könnte letztlich aber noch ein Vorteil sein, weil Adler jetzt seine Fehler abstellt und dann pünktlich zur WM wieder in Top-Form ist.»

    Davon geht auch Löw aus, der auf dem Weg zum angestrebten vierten WM-Titel für Deutschland genug andere Baustellen hat, wie er selbst nach dem misslungenen WM-Test gegen die «Gauchos» von Trainer Diego Maradona eingeräumt hatte. Der Bundestrainer geht davon aus, dass Adler seine Schwächephase mit Unsicherheiten gegen Argentinien, Bremen, Nürnberg und jüngst gegen den Hamburger SV schnell beendet. Adler hat seine Beförderung in eine Reihe mit den deutschen Torwart-Größen wie Toni Turek, Sepp Maier, Toni Schumacher, Kahn und Jens Lehmann als Herausforderung begriffen: «Ich arbeite daran, dass ich auch mal ein großer Name werde.»

    Der ehrgeizige Adler weiß, dass der derzeitige Status als Nummer 1 nach nur neun Länderspielen keine Garantie dafür ist, dass er auch wirklich im ersten WM-Spiel des DFB-Teams am 13. Juni in Durban gegen Australien in der Kiste steht. Die Saison ist noch lang, die Kontrahenten Manuel Neuer (Schalke) und Tim Wiese (Bremen) scharren mit den Füßen. Der Bundestorwarttrainer hatte schon bei der Beförderung neben Verletzungen auch Formkrisen als mögliche Stolperfallen für Adler angeführt: «Er hat es in der Hand, ob er bei der WM spielt», sagte Andreas Köpke.

    Adler muss in der Schlussphase der Meisterschaft und in der unmittelbaren WM-Vorbereitung mit drei Länderspielen das Vertrauen der sportlichen Leitung bestätigen – und das seiner Abwehrspieler in der Nationalelf. «Wichtig ist, dass der Torwart, der im Tor steht, Leistungen bringt», hatte der mit 64 Länderspielen wesentlich erfahrenere Philipp Lahm deutlich erklärt. Neuer, der mit Schalke derzeit in der Bundesliga zum Höhenflug ansetzt, wittert seine Chance: «Ich werde Vollgas geben und damit meine Bewerbung abgeben.»

    Zur direkten Begegnung der beiden Kontrahenten wird es am 27. März kommen, wenn Leverkusen die Schalker in der Bundesliga empfängt, und dann wohl erst wieder zum Treffpunkt der Nationalmannschaft für die unmittelbare WM-Vorbereitung am 12. Mai. Ein von Löw ursprünglich für den 12. bis 14. April angesetzter Lehrgang des DFB-Teams steht auf der Kippe. Denn dieser würde ohne jene Spieler stattfinden, die noch im Europacup im Einsatz sind. Schaffen also viele deutsche Clubs den Sprung in die nächste Runde, wäre der Lehrgang wohl hinfällig.

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