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    München

    «Kleiner Traum» – Haas triumphiert auf Münchner Sand

    Seinen langersehnten Triumph in München genoss Tommy Haas zunächst im Liegen. Als der Altstar nach langem Warten endlich seinen ersten Turniersieg beim bayrischen Traditionsturnier perfekt gemacht hatte, ließ er sich unter dem Jubel der Fans entkräftet am Netz in den Sand fallen.

    Finalsieger
    Tommy Haas hat das ATP-Turnier in München gewonnen.
    Foto: Marc Müller - DPA

    «Danke an die Fans. Ich kann's kaum glauben, dass ich es nach einer so langen Karriere noch geschafft habe, hier zu gewinnen», sagte der 35 Jahre alte Tennisprofi nach einer 6:3, 7:6 (7:3)-Gala im Endspiel gegen Titelverteidiger und Landsmann Philipp Kohlschreiber.

    Es war die Krönung einer beeindruckenden Turnierwoche von Haas, der sich von Montag an auf Platz 13 der Weltrangliste wiederfindet. Im gehobenen Profialter erfüllte er sich nach allen Höhen und Tiefen und etlichen Verletzungen noch mal «einen kleinen Traum» - und das vor Freundin, Tochter und Familie, wie er stolz anmerkte. Sein 14. Turniersieg auf der ATP-Tour war der erste in München, den er auf dem Platz kurz auch mit seinem zweijährigen Töchterchen Valentina feiern durfte.

    Schon das Wetter hatte es gut gemeint mit dem Wahl-Amerikaner. Bei knapp 20 Grad und Sonnenschein fühlte sich Haas sichtbar wohl - fast wie an den heimischen Stränden Kaliforniens, wo er mit seiner Verlobten Sara Foster und der Tochter lebt. Beim Finale der BMW Open unterstützten ihn die beiden aus der ersten Reihe - und sahen Haas so spielstark wie in seinen besten Zeiten Mitte der 2000er Jahre.

    Er dominierte Kohlschreiber mit seinen Schlagkombinationen, obwohl der zweifache Turniersieger aus Augsburg ebenfalls auf hohem Niveau agierte. «Tommy hat hervorragend gespielt, fehlerlos - fast ein perfektes Match», musste Kohlschreiber fair einräumen. Als Haas die ersten Interviews gab, kauerte Kohlschreiber an der Seite auf seinem organefarbenen Stuhl und ärgerte sich mächtig. «Ein Finale gegen einen anderen Deutschen zu verlieren, ist die schmerzhafteste Niederlage», bekannte der Verlierer und zollte Haas Respekt: «Er ist ein Riesentyp, ein tolles Vorbild für uns alle.»

    In den entscheidenden Situationen war immer Basecap-Träger Haas einen Tick konzentrierter und schlagfertiger. Mitte des ersten Satzes ließ sich Kohlschreiber bei eigenem Aufschlag zu zwei vermeidbaren Fehlern verleiten, die Haas das erste Break bescherten. In seinem 26. ATP-Endspiel ergriff er die Chance - und schloss Durchgang eins mit einem Zu-Null-Spiel ab. Kohlschreiber war die Enttäuschung anzusehen. Mit angeschlagenem Selbstvertrauen startete der 29-Jährige in den zweiten Satz. Seine Schläge hatten nicht mehr die Genauigkeit, prompt kassierte er das nächste Break. «Ich habe Tommy das Gefühl gegeben, dass ich heute nicht so sicher bin», merkte er an.

    Viel zu selten konnte sich Kohlschreiber gegen den aggressiv auftretenden Haas aus der Defensive befreien - gefährlich aber wurde er der deutschen Nummer eins nie. Selbst als Kohlschreiber im zweiten Durchgang mit Glück doch mal ein Break gelang, behielt Haas die Ruhe und sicherte sich im Tiebreak schon nach 82 Minuten den Sieg.

    Zumindest als kleiner Gewinner kann sich nach einer fulminanten Turnierwoche auch der Deggendorfer Daniel Brands fühlen. Der hochgewachsene Aufschlagspezialist schaltete sowohl den französischen Star Gael Monfils als auch den topgesetzten Janko Tipsarevic (Serbien) aus - und stand am Samstag gegen Kohlschreiber kurz vor seinem ersten Finaleinzug auf der ATP-Tour überhaupt.

    «Es ist schon das zweite Mal hier, dass es knapp nicht geklappt hat - aber ich habe ja noch einige Jahre vor mir», sagte der 25-Jährige. Vor allem bei eigenem Aufschlag fertigte Brands die Konkurrenten reihenweise ab, so dass Haas ihn prompt zum Kandidaten fürs Davis-Cup-Team ernannte. Der neue Teamchef Carsten Arriens, ein erklärter Haas-Anhänger, dürfte ganz genau hingehört haben.

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