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    Keine Tor-Gnade mit Kasachen: Löw will Spielwitz

    Keine Kompromisse, keine Tor-Gnade: Gegen den krassen Außenseiter Kasachstan reicht Joachim Löw ein klarer Sieg allein nicht aus.

    DFB-Stürmer
    Miroslav Klose (M) wird gegen Kasachstan von Beginn an spielen.
    Foto: DPA

    «Wir wollen eine Mannschaft sehen, die Spielfreude und Spielwitz zeigt, wie bei der WM und in den Spielen danach. Wir wollen auf das Tempo drücken», forderte der Bundestrainer in Mainz. Vor dem fest eingeplanten nächsten Schritt der deutschen Nationalmannschaft zur EM-Endrunde 2012 in Polen und der Ukraine in Kaiserslautern wich Löw sogar von seiner Vorbereitungsroutine ab. Auf eine Videoanalyse des Gegners wurde verzichtet. «Die Frage ist nicht, wie gut Kasachstan ist, sondern wie gut wir sind», dokumentierte Löw das Selbstverständnis.

    Die Fußball-Nobodys aus der Republik hinter dem Ural - im Hinspiel im Oktober nach Anlaufschwierigkeiten auf Kunstrasen 3:0 besiegt - werden vom DFB-Ensemble als Gegner zur Kenntnis genommen, mehr aber auch nicht. Die Konzentration gilt der Fortentwicklung der eigenen Leistungsprinzipien. 47 849 Zuschauer im ausverkauftem Fritz-Walter-Stadion sollen die ganze Dynamik des WM-Dritten bewundern dürfen, der seit dem Halbfinal-Aus in Südafrika gegen Spanien alle vier Pflichtspiele gewann. «Wir sind nicht im Urlaub hier», kündigte Kapitän Philipp Lahm volle Leistungsstärke an.

    Für die Startelf deutet sich der Rückgriff auf das bewährte WM-Personal an. Das Grundgerüst steht für Löw. Dazu gehört trotz seiner Bayern-Reservistenrolle weiter Miroslav Klose als Stoßstürmer. «Ich bin absolut der Meinung, dass er sein Niveau hält», verspricht sich Löw von Klose noch lange eine herausragende Rolle im DFB-Trikot. In seinem 107. Länderspiel kann der Pfälzer Bub in der alten Heimat seine Trefferquote von derzeit 59 Toren erhöhen und damit weiter den Rekord von Gerd Müller (68) jagen. Mario Gomez kann erst am Dienstag gegen Australien in Mönchengladbach auf einen Startplatz hoffen.

    Sogar für seine einzige Baustelle - der linken Abwehrhälfte - sieht Löw mittlerweile genug Möglichkeiten. Gegen Kasachstan zeichnet sich eine Neuauflage der geglückten WM-Notlösung mit Arne Friedrich als Nebenmann von Per Mertesacker in der Innendeckung ab. «Arne Friedrich habe ich in dieser Woche wieder in WM-Form gesehen, sehr aggressiv, konzentriert und effektiv», lobte Löw den Wolfsburger.

    Beim Länderspiel-Doppelpack gegen Kasachstan und Australien sollen alle vier Innenverteidiger - Mertesacker, Friedrich, Holger Badstuber und Mats Hummels - in der Summe alle auf 90 Einsatzminuten kommen, kündigte der Bundestrainer an.

    Ganz links wird Löw zwischen WM-Teilnehmer Dennis Aogo und dem Dortmunder Marcel Schmelzer entscheiden. «Er hat sehr gute technische Fähigkeiten», lobte Löw den Hamburger Aogo. Bei der letzten Trainingseinheit mit allen 22 Nominierten bekam neben Lahm, Mertesacker und Friedrich allerdings zunächst Schmelzer ein orangenes Leibchen, das in der Regel für das Startpersonal reserviert ist.

    Groß gefordert werden dürfte der Defensivverband gegen Kasachstan aber ohnehin nicht. Null Tore, null Punkte lautet die kasachische Qualifikationsbilanz. Dass ausgerechnet einer der in Zentraleuropa durchweg unbekannten Profis das 1000. Gegentor in der 103-jährigen deutschen Länderspielgeschichte schießt, wäre eine besondere Fuß(ball)note.

    Eine realistische Gefahr stellt die bis zum Oktober vom deutschen Trainer Bernd Storck betreute Auswahl nicht da. «Es ist ein Team, das von seiner Physis lebt. Spielerisch sind sie nicht auf unserem Niveau», sagte Löw. Zur Einstimmung auf die Partie zeigte der DFB-Chefcoach seinem Kader lieber noch einmal das Video vom 1:1 im Italien-Spiel aus dem Februar. «Da hat mir nicht alles so gefallen.»

    Größere Komplimente erhielten seine Akteure da schon für ihre Trainingsarbeit in dieser Woche im Drittligastadion von Wiesbaden. «Sie haben sich so verhalten, als ginge es gegen Österreich, Türkei oder Belgien», bemerkte Löw. In der Qualifikationsgruppe A sind diese Kontrahenten schon deutlich distanziert.

    Nach vier Siegen in vier Spielen führt die DFB-Auswahl die Ausscheidungsrunde mit zwölf Punkten und 13:1 Toren an. Läuft es für das DFB-Ensemble so weiter, könnte das EM-Ticket schon im Sommer nach den Gastspielen in Österreich (3. Juni) und Aserbaidschan (7. Juni) fix sein. «Umso wichtiger ist es, dass wir gegen Kasachstan gewinnen», sagte Mittelfeldspieler Bastian Schweinsteiger.

    Die voraussichtlichen Aufstellungen:

    Deutschland: Neuer (FC Schalke 04/24 Jahre/16 Länderspiele) - Lahm (Bayern München/27/76), Mertesacker (Werder Bremen/26/74), Friedrich (VfL Wolfsburg/31/79), Aogo (Hamburger SV/24/4) - Khedira (Real Madrid/23/18), Schweinsteiger (Bayern München/26/85) - Müller (Bayern München/21/13), Özil (Real Madrid/22/22), Podolski (1. FC Köln/25/84) - Klose (Bayern München/32/106)

    Kasachstan: Sidelnikow (FK Aktobe/31 Jahre/7 Länderspiele) - Kislizyn (Tobol Kostanai/25/14), Abdulin (Wostok Oskemen/28/17), Tschernyschow (Irtysch Pawlodar/30/1), Irismetow (Ordabassy Schymkent/29/34) - Skorych (Schetissu Taldykorghan/26/28), Nurgalijew (Ordabassy Schymkent/24/10), Asowski (Lokomotive Astana/24/16), Awertschenko (FK Aktobe/28/9) - Schumaskalijew (Lokomotive Astana/29/53) - Ostapenko (Schetissu Taldykorghan/25/23)

    Schiedsrichter: Aleksandar Stavrev (Mazedonien)

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