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    Jagd nach EM-Gold: Von Freunden zu Gegner

    Michael Jung und die deutschen Vielseitigkeitsreiter sind der Schrecken der Konkurrenz. Für ihre Gold-Serie mitverantwortlich war auch ein Mann, der jetzt den vierten EM-Triumph der Deutschen in Serie verhindern will.

    Michael Jung
    Schrecken der Konkurrent: Vielseitigkeitsreiter Michael Jung auf seinem Pferd Star Connection.
    Foto: Philipp Schulze - dpa

    Strzegom (dpa). Es ist ein sehr spezielles Aufeinandertreffen in der polnischen Provinz. 16 Jahre arbeiteten Hans Melzer und Chris Bartle zusammen, wurden dicke Freunde und sorgten für eine Flut von Medaillen - doch das ist nun vorbei.

    Wenn am Donnerstag in Strzegom die Europameisterschaft der Vielseitigkeitsreiter beginnt, dann sind die beiden Trainer erstmals Gegner.

    „Das ist ein komisches Gefühl“, gibt Bartle zu. Der britische Coach hatte im vergangenen November die Zusammenarbeit mit der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN)  beendet, um das Team seines Heimlandes zu übernehmen. „Ich muss mich daran gewöhnen“, sagt der Trainer augenzwinkernd.

    Bartle war gemeinsam mit Melzer für die beispiellose Erfolgsserie der deutschen Vielseitigkeitsreiterei verantwortlich. Dreimal in Folge gewann das Team zuletzt bei den Europameisterschaften Gold, und dreimal in Folge feierte Michael Jung dabei auch den Einzel-Sieg.

    Einen erneuten EM-Triumph will Bartle in Niederschlesien verhindern. „Die Deutschen werden stark sein. Ganz klar, die sind Favorit“, sagt der Brite. Und schiebt grinsend hinterher: „Aber das motiviert mich, gegen meine alten Kameraden zu kämpfen.“

    Sportlich sind Melzer und Bartle bei der Jagd nach Gold Gegner, privat ist das gute Verhältnis geblieben. „Wir sind nach wie vor super befreundet“, betont Melzer. Der 66 Jahre alte Trainer aus dem niedersächsischen Salzhausen ist sich sicher: „Wenn einer der deutschen Reiter um Rat fragt, ist Chris immer noch offen und ehrlich.“

    Der Verlust schmerzt trotzdem. „Chris ist nicht zu ersetzen“, sagt Melzer und schwärmt: „Ein gleichwertiger Nachfolger muss erst geboren werden.“ Der Brite war vor allem für das Training zuständig, der Deutsche mehr für Organisation und Motivation.

    Das Duo hatte nach dem Desaster bei der WM 2002 in Jerez de la Frontera die Nachfolge von Martin Plewa angetreten und Deutschland zur führenden Nation gemacht. Nicht nur bei den Europameisterschaften triumphierten die deutschen Reiter in Serie. Doppel-Gold feierten sie bei den Olympischen Spielen 2008 und 2012 sowie bei der Weltmeisterschaft 2014. Zuletzt in Rio gewannen das Team Olympia-Silber und Michael Jung Einzel-Gold.

    Und nicht nur die vielen Erfolge und Feiern haben zusammengeschweißt. „Wir sind wie eine Familie“, sagt der Brite. „16 Jahre sind 16 Jahre, das wird man nicht vergessen.“ Die Zeit als Coach bei den Deutschen sei eine „sehr gute Investition“ gewesen, nicht nur wegen der Sprachkenntnisse. Lächelnd fügt er an: „Jetzt rede ich Englisch mit deutscher Grammatik. Zuhause haben sie über mein komisches Englisch schon gelacht.“

    Ursprünglich wollten die Gold-Garanten gemeinsam bis zu den Olympischen Spielen 2020 weitermachen. Das war abgemacht. Doch dann kam die große Chance für Bartle. Und Melzer stimmte zu. „Das ist sein Heimatland“, sagt der deutsche Trainer. „Die Voraussetzungen sind gut, weil die Briten viele gute Reiter haben, aber zuletzt wenig Erfolge.“ Und genau das soll nach Melzers Vorstellung möglichst auch in Strzegom so bleiben.

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