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    Jagd auf Bamberg und Europa-Wirrwarr: BBL startet

    Wer kann die Dominanz der Bamberger Basketballer brechen? Vor allem der FC Bayern mit Club-Präsident Uli Hoeneß hofft auf den Titel. Trotz zahlreicher prominenter Abgänge dürfen sich die Fans auf namhafte neue und alte Stars freuen.

    Titelverteidiger
    Die Bamberger um Trainer Andrea Trinchieri (M.) wollen erneut deutscher Meister werden.
    Foto: Daniel Karmann – dpa

    Bamberg (dpa). Vor der neuen Saison in der Basketball-Bundesliga wittern die Herausforderer von Brose Bamberg ihre große Chance. Angetrieben durch den Titelhunger von Clubchef Uli Hoeneß rechnet sich vor allem der FC Bayern München Chancen aus, die Dominanz des Serienchampions zu durchbrechen.

    Mit dem Franken-Duell von Bamberg gegen s.Oliver Würzburg und ihren Ex-Trainer Dirk Bauermann beginnt am Freitag (20.30 Uhr) die 52. Spielzeit. Die wichtigsten Fragen und Antworten zur neuen Saison:

    Wer wird Meister?

    Als absolute Topfavoriten starten Bamberg und Bayern in die Saison. In der Meisterumfrage der Deutschen Presse-Agentur sehen elf Trainer die Franken vorne, die Münchner bekamen zehn Nennungen. „Ich sage deutlich: Wir wollen Meister werden“, betonte Hoeneß. Die Münchner haben ihren Kader deutlich verstärkt, die Bamberger haben einen großen Umbruch hinter sich. „Das macht mich überhaupt nicht unruhig“, sagt Geschäftsführer Rolf Beyer zur Kampfansage von Hoeneß. „Solche Rivalitäten macht den Sport aus.“

    Wer könnte Bamberg und München gefährlich werden?

    Zum erweiterten Anwärterkreis gehören Vizemeister EWE Baskets Oldenburg, ratiopharm Ulm sowie ALBA Berlin. Der Hauptstadt-Club will mit der spanischen Trainer-Legende Aito Garcia Renesses an erfolgreiche Zeiten anknüpfen, hat seinen Etat deutlich aufgestockt und gibt das Halbfinale als Ziel aus. Mehr Spannung als zuletzt – Bamberg gewann sieben der acht vergangenen Meisterschaften – würde viele freuen. „Nach dem Papier müsste das Finale Bamberg gegen Bayern heißen“, sagte Bayreuths Trainer Raoul Korner, der auch wieder unter die ersten vier der Hauptrunde möchte. „Zum Glück wird aber nicht auf dem Papier Basketball gespielt.“

    Wer sind die Stars?

    Einige Topspieler sind weg: Bambergs Daniel Theis wechselte zu den Boston Celtics in die NBA, sein französischer Teamkollege Fabien Causeur ging zu Real Madrid. Bayerns Nationalspieler Maximilian Kleber spielt bei den Dallas Mavericks nun an der Seite von Dirk Nowitzki. Doch es kamen auch neue und alte Stars. Die Bayern verpflichteten den ehemaligen NBA-Profi Jared Cunningham, der das Potenzial zum Topscorer hat, und Aufbauspieler Stefan Jovic von Vize-Europameister Serbien. Würzburg brachte Nationalteamkapitän Robin Benzing zurück in die Liga, Gießen hofft auf die Rückkehr von Center John Bryant zu alter Form. Bamberg bediente sich unter anderem bei der Konkurrenz, holte Bayerns Kapitän Bryce Taylor und Augustine Rubit von Ulm.

    Wie war das noch mal mit dem Europapokal?

    Die Hälfte der Bundesligisten startet international – dabei ist für Würzburg die Europapokal-Saison schon wieder vorbei. In insgesamt vier Wettbewerben treten die deutschen Clubs an. Die Königsklasse, die Euroleague, und der Eurocup werden von der Euroleague selbst organisiert, die Champions League und Europe Cup veranstaltet der Weltverband FIBA. Meister Bamberg vertritt die Bundesliga in der Euroleague und hat dabei 30 Gruppenspiele zu absolvieren.

    Was ist aus dem Streit um die Länderspielfenster geworden?

    Die FIBA wird im November und Februar seit langem wieder während der Saison Länderspiele austragen, die Bundesliga legt dafür extra eine Pause ein. Die Euroleague nimmt in ihrem Spielplan bislang aber keine Rücksicht auf die WM-Qualifikation, es kommt zu Überschneidungen. Ein Kompromiss ist bislang noch nicht gefunden. Ein weiteres Problem ist, dass die NBA-Stars sicher fehlen werden.

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