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Hamburg

HSV in der Krise: Sorge um Champions-League-Platz

dpa

Aus dem deutschen Handball-Champion HSV Hamburg ist ein wankender Riese geworden. Eine Woche nach dem K.o. im Achtelfinale der Champions League gegen die Füchse Berlin unterlagen die Hanseaten in der Bundesliga beim SC Magdeburg glatt 23:27 (8:15).

Gezeichnet
HSV-Trainer Martin Schwalb scheint ratlos zu sein.
Foto: Marcus Brandt – DPA

Nun drohen sie auch im Kampf um die erneute Teilnahme an der lukrativen europäischen Meisterliga leer auszugehen. Der Rückstand (39:13 Punkte) auf die SG Flensburg-Handewitt auf Rang drei beträgt zwar nur zwei Punkte. Doch in der aktuellen Form ist die Wende zum Guten beim HSV schwer vorstellbar – und der letzte mögliche Titel-Coup im DHB-Pokal sogar illusorisch. Denn im Halbfinale des Final Four wartet in Gigant THW Kiel (52:0) der kommende deutsche Meister.

«Wir spielen um die Champions League, da dürfen wir uns nicht so präsentieren. Aber wir befinden uns in einer Art Abwärtsstrudel, was wir schleunigst stoppen müssen», sagte Nationalspieler Michael Kraus nach der bereits sechsten Saison-Niederlage in der Liga. «Viel schlechter geht es eigentlich nicht.» Trainer Martin Schwalb gab zu, dass sein Team nur bis zum 4:4 (9. Minute) mithalten konnte. Zur Pause lag man schon sieben Tore hinten. «Im Moment spielen wir nicht so, wie wir es können. Aber wir werden weitermachen und auch nach diesem Rückschlag wieder aufstehen.»

Das klingt verdächtig nach Durchhalteparole. Doch was bleibt Schwalb auch anderes übrig? Er selbst hat alle Register gezogen. Der Meistercoach des vergangenen Jahres hatte zu Saisonbeginn das Amt des Präsidenten übernommen und in Per Carlén seinen Nachfolger gefunden. Doch kurz nach Weihnachten, als absehbar war, dass der von Sieg zu Sieg eilende Nordrivale THW Kiel nicht mehr aufzuhalten war und die eigenen Leistungen nicht stimmten, wurde der Schwede Carlén von seinen Aufgaben entbunden. Als es unter dem langjährigen Assistenten Jens Häusler nur anfangs besser lief, setzte sich wie erwartet doch wieder Schwalb auf die Bank.

Doch auch der als Top-Motivator bekannte Ex-Nationalspieler konnte das Aus bei den Champions und den jüngsten Rückschlag in der Liga nicht verhindern. Die in die Jahre gekommene Mannschaft wirkt durch die Terminhatz in drei Wettbewerben und zusätzliche Abstellungen für diverse Nationalteams überspielt. Hinzu kamen viele Verletzungen von Leistungsträgern.

So bleibt dem HSV nichts anderes als die Hoffnung, dass er nach der Länderspiel-Verschnaufpause doch die Wende einläuten und das Happy End einer durchwachsenen Saison feiern kann. «Wir müssen sehen, dass wir schnell wieder zu unseren Stärken finden», sagte Spielmacher Kraus. Doch das ist leichter gesagt als getan.

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