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    Schladming

    Hirschers Freude über Weltcup-Kugeln

    Stolz streckte Marcel Hirscher die Kristalltrophäe den rot-weiß-roten Fans entgegen und schrie seine Freude heraus. Die Kleine Kugel im Riesenslalom hatte sich der Skirennfahrer gesichert - am Abend durfte Österreichs Ski-Star auch auf die begehrteste Trophäe im Weltcup anstoßen.

    Kugeljäger
    Marcel Hirscher hat auch den Gesamtweltcup gewonnen.
    Foto: Roland Schlager - DPA

    Da sein Verfolger Beat Feuz aus der Schweiz auf einen Slalomstart am Sonntag verzichten will, steht der 23 Jahre alte Hirscher als Sieger im Gesamtklassement fest. «Es ist echt brutal, was sich da abspielt», sagte er nach dem Rennen überwältigt und wirkte wie von einem riesigen Druck befreit. Seit Januar habe jeder nur «von dem depperten Glasbecher» gesprochen. «Es ist unglaublich, was sich da aufbaut.»

    Offizielle Glückwünsche zur Großen Kugel hatte der Shootingstar nach seinem neunten Saisonerfolg vor den Teamkollegen Hannes Reichelt und Marcel Mathis zunächst noch nicht entgegengenommen. Doch bei 25 Punkten Rückstand sieht Speedspezialist Feuz «keinen Sinn» in einem letzten Anlauf. «Ich gratuliere Marcel Hirscher und dem ÖSV-Team zur Großen Kristallkugel und freue mich bereits auf die Revanche nächste Saison!», sagte er nach einer Mitteilung des Schweizer Skiverbands. Bei drei Weltcup-Versuchen im Torlauf war Feuz bislang nie in die Wertung gekommen und konnte in den vergangenen Wochen wegen Knieproblemen keinen Slalom trainieren.

    Auch Fritz Dopfer zollte Hirscher «großen Respekt», war mit seinem eigenen Ergebnis aber gar nicht zufrieden. Als Vierter des ersten Durchgangs fuhr er im Finale auf Podestkurs, blieb jedoch mit seiner Hand im Tor hängen und schied aus. «Die Anspannung war ein bisschen höher vor dem zweiten Lauf», berichtete er, «aber nicht unermesslich, so dass ich nicht mehr wusste wie ich skifahren soll. Es ist sehr, sehr schade.»

    Altmeister Didier Cuche wird den Saisonausklang nur noch als Zuschauer verfolgen. Bei seinem letzten Auftritt sorgte der Schweizer aber noch einmal für ein Highlight seiner ruhmreichen Karriere. In einem historischen Outfit aus einem Wintersportmuseum - wie in den Anfängen des alpinen Skisports mit Rucksack und altertümlichen Ski - nahm er den zweiten Riesenslalomlauf in Angriff.

    Während seiner über vier Minuten langen Fahrt verabschiedete er sich von langjährigen Weggefährten. Seine Kollegen huldigten ihm, indem sie nach ihren Rennen seinen berühmten Skisalto kopierten. «Eine tolle Geste», meinte Cuche, «Ski-Pensionist hört sich ein bisschen komisch an. Aber ich werde mich daran gewöhnen. Ich denke, es war eine richtige Entscheidung.»

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