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    GummersbachGummersbach setzt auf Geerken - «Keine andere Wahl»

    Der finanziell angeschlagene VfL Gummersbach setzt bei der Konsolidierung auf Axel Geerken.

    Einen Tag nach der offiziellen Mitteilung des Handball-Altmeisters, den im April 2010 auslaufenden Vertrag mit Sportdirektor Francois Xavier Houlet trotz des sportlichen Aufwärtstrends nicht zu verlängern, rechtfertigte Claus Horstmann die in Gummersbach vieldiskutierte Personalie. «Aus wirtschaftlichen Gründen blieb uns keine andere Wahl. Wir müssen die operative Ebene stärken und brauchen mehr kaufmännische Kompetenz», sagte der VfL-Aufsichtsratschef der Deutschen Presse-Agentur dpa.

    Im Gegensatz zu Houlet, der sich beim EHF-Pokalsieger eher als klassischer Sportdirektor denn als Geschäftsführer engagiert hatte, soll der gelernte Steuerfachgehilfe Geerken von Februar an mehr kaufmännisches Know-how einbringen. Der frühere Nationalkeeper steht noch bis Ende des Jahres beim Liga-Konkurrenten HSG Wetzlar unter Vertrag. «Wir sind auf ihn gekommen, als wir gehört haben, dass er beim THW Kiel als Nachfolger von Uwe Schwenker im Gespräch war. Bei seiner Vorstellung hat er überzeugt», sagte Horstmann.

    Spekulationen, nach denen potente VfL-Förderer ein stärkeres finanzielles Engagement von einer Trennung von Houlet abhängig gemacht haben sollen, bezeichnete Horstmann als «abenteuerlich». «Die Entscheidung im Aufsichtsrat ist davon unabhängig gefallen.» Zwischen der jüngsten Auszahlung von Spielergehältern und der Entscheidung gegen Houlet bestehe kein Zusammenhang. «Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun», kommentierte Horstmann. Der Aufsichtsrat habe sich bereits vor Wochen gegen eine Verlängerung des Vertrags mit Houlet ausgesprochen.

    Houlet war von 1999 bis 2007 Spieler des VfL Gummersbach. Nach Ende seiner aktiven Karriere übernahm der jetzt 40-Jährige die Position des Sportdirektors. Seit Mitte 2008 war er zudem als Geschäftsführer der Gummersbacher Handball GmbH tätig. Mit dem Gewinn des EHF-Pokals und dem Einzug in das Pokalfinale hatte der Traditionsclub in der Vorsaison an alte, ruhmreiche Zeiten angeknüpft. Angesichts der schwierigen Finanzlage hatte der Club den Profis eine Gehaltsreduzierung von bis zu 20 Prozent vorgeschlagen.

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