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Berlin

Goller/Ludwig und Holtwick/Semmler im Halbfinale

dpa

Durchatmen bei den Weltmeistern, Demonstration durch Sara Goller und Laura Ludwig: Angeführt von ihren starken Frauen steuern die deutschen Beachvolleyballer bei der Heim-EM in Berlin weiter auf der Erfolgswelle.

Erfolgreich
Sara Goller (l) und ihre Partnerin Laura Ludwig (l) sind bei der EM gut unterwegs.

Mit ihrem fünften Sieg in Serie zogen die Europameisterinnen von 2008 ebenso ins Halbfinale ein wie Katrin Holtwick/Ilka Semmler. Bei den Männern schafften die Weltmeister Julius Brink und Jonas Reckermann ebenso auf den letzten Drücker den Sprung ins Achtelfinale wie die Olympia-Fünften David Klemperer/Eric Koreng und Sebastian Dollinger/Stefan Windscheif.

«Es ist fast Angst einflößend, dass wir alles so klar gewinnen», sagte Ludwig angesichts des Siegeszugs. Kein Satzverlust, keine Schwäche: Fast wie im Training spazierten die Top-Favoritinnen bislang durch das Turnier, auch beim 2:0 (21:10, 21:18) gegen die Niederländerinnen Marloes Wesselink und Madelain Meppelink im Viertelfinale war der Sieg von Goller/Ludwig nie in Gefahr. «Ich will nie in den dritten Satz. Das ist mental immer so anstrengend», erklärte Ludwig mit einem strahlenden Lachen.

Ebenfalls fünf Siege in fünf EM-Spielen stehen für die deutschen Meisterinnen Holtwick/Semmler zu Buche. Sie bezwangen die Österreicherinnen Barbara Hansel/Sara Montagnolli mit 2:0 (21:19, 21:16) und dürfen von Edelmetall träumen. «Eine Medaille ist unser Ziel», bekräftigte Holtwick. «Welche es dann genau wird, mal sehen!»

Dagegen schieden Jana Köhler/Julia Sude, die überraschend in die Runde der letzten Acht vorgestoßen waren, nach dem unglücklichen 1:2 (15:21, 21:15, 15:17) gegen Sanne Keizer/Marleen van Iersel (Niederlande). «Mit etwas Abstand freuen wir uns vielleicht über den fünften Platz», sagte Köhler tief frustriert.

«Wir haben heute besser ins Turnier gefunden», sagte Weltmeister Reckermann nach dem Einzug in die Runde der besten 16. Nach ihrer überraschenden Niederlage gegen die Schweizer Sascha Heyer/Patrick Heuscher ließen Brink/Reckermann am Freitag nichts anbrennen. Mit dem 2:0 (21:16, 21:17) gegen die Letten Martins Plavins und Janis Smedins war das Achtelfinale perfekt – und auch die teilweise erstaunlich intensiven Diskussionen des Vortages vergessen. «Heute war ein Schritt nach vorne. Wir haben gekämpft und haben viel Spaß gehabt», sagte Brink. «Ich bin sicher, wir werden an den Aufgaben wachsen.»

Auch Klemperer/Koreng konnten sich steigern und tankten mit dem 2:0 (25:23, 22:20) gegen die Spanier Carrillo Lario/Raul Mesa neues Selbstbewusstsein. «Wichtig war für uns der Sieg», sagte Koreng. «Aber wir sind immer noch ein bisschen Fehler behaftet.»

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