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    Frankreich-Fluch bringt Kung-Fu-Brasilianer in Not

    Ohne den verletzten Bayern-Star Franck Ribéry hat sich Frankreichs Fußball-Nationalmannschaft dank des 1:0-Triumphs über Brasilien mit ihren Fans vorerst versöhnt. Beim Rekordweltmeister läuten unterdessen vor der WM 2014 im eigenen Land erste Alarmglocken.

    Sicher
    Der französische Nationaltorwart Hugo Lloris (l) klärt vor dem Brasilianer Hulk.

    Als 80 000 Zuschauer im ausverkauften Pariser Stade de France ihre «Bleus» mit einer Standing Ovation verabschiedeten, war für Frankreich die Fußball-Welt wieder in Ordnung. «Es wird besser und besser», jubelte das Sportblatt «L'Équipe» nach dem 1:0-Prestigesieg über den Rekordweltmeister in großen Lettern auf Seite eins. Auch der sonst ruhige Coach Laurent Blanc war (fast) aus dem Häuschen: «Das, was ich gesehen habe, hat mir sehr gefallen.»

    Fünf Siege in Serie, das hatte die «Équipe tricolore» zuletzt 2007 geschafft. Die Skandal-WM scheint in der Grande Nation vorerst verziehen - und das, obwohl in der Anfangself nicht weniger als sechs der «Trainings-Boykotteure» von Südafrika standen: Neben Tormann Hugo Lloris auch Bacary Sagna, Eric Abidal, Yoann Gourcuff, Florent Malouda und Kapitän Alou Diarra. Bester Mann auf dem Platz war aber Karim Benzema. Der Stürmer von Real Madrid zeigte eine Galavorstellung und erzielte in der 54. Minute auch das Siegtor. FC-Bayern-Star Franck Ribéry wird es nach seiner Verletzung nicht leicht haben, sich einen Nationalelf-Stammplatz zu erkämpfen.

    In Brasilien läuten unterdessen gut drei Jahre vor der WM im eigenen Land erste Alarmglocken. «Wir müssen die Ruhe bewahren», rief der neue Trainer Mano Menezes, nachdem ein Journalist in Paris ihn gefragt hatte, ob er «schon den Druck» spüre. Starjournalist Juca Kfouri warf Menezes in seinem Blog vor, vorwiegend Spieler einzusetzen, die von seinem eigenen Agenten betreut werden. Nach dem 0:1 gegen Argentinien setzte es bereits die zweite Schlappe hintereinander. Die «Seleção» schießt keine Tore mehr und hat nach der Ausmusterung von Altstars wie Ronaldo und Ronaldinho und der ungewissen Zukunft des ebenfalls nicht berücksichtigten Kaká kaum noch wirkliche Super-Stars.

    «Verlieren ist schrecklich», meinte Torwart Julio César. Die Zeitung «O Dia» klagte: «Brasilien hat den Kopf verloren». Und das Sportportal «Globoesporte» hob die Schlappe gegen «das französische Gespenst» hervor. Der Frankreich-Fluch hält nämlich für die Brasileiros an. In den vergangenen sechs Spielen gab es gegen Frankreich vier Niederlagen (darunter zwei bei dem WMs 1998 und 2006) sowie zwei Unentschieden. Der letzte brasilianische Sieg liegt inzwischen fast 19 Jahre zurück (2:0 in Paris im Jahr 1992).

    Die «Wiederauflage» des WM-Finals von 1998 (3:0 für Frankreich) wurde dabei möglicherweise von einem Aussetzer entschieden. Die Gäste hatten in der ersten Hälfte lange Zeit deutlich mehr Spielanteile - bis zur 39. Minute. Da drehte Hernanes durch. Mit einem Kung-Fu-ähnlichen Tritt zwischen Brust und Kopf streckte der Lazio-Profi Benzema nieder. Die Szene erinnerte an das Foul des Niederländers Nigel De Jong gegen den Spanier Xabi Alonso im WM-Finale 2010. Der deutsche Schiri Wolfgang Stark zeigte sofort Rot. Brasilien ging danach regelrecht unter, Benzema drehte auf. Menezes appelliert nun an Fans und Medien: «Ich brauche Zeit!».

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