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    Belek/Türkei

    FCA-Manager denkt nicht an 2. Liga: «Wir packen das»

    Der neue Manager Stefan Reuter glaubt trotz des vorletzten Tabellenplatzes weiter fest an den Klassenverbleib des FC Augsburg.

    Zweckoptimist
    Stefan Reuter zeigt sich über den Verbleib des FC Augsburg in der Bundesliga zuversichtlich.
    Foto: Soeren Stache - DPA

    «Ich hätte keine hoffnungslose Aufgabe übernommen. An die 2. Liga denken wir nicht. Wir packen das», sagte der Weltmeister von 1990 der Nachrichtenagentur dpa in einem Interview während des Trainingslagers des Fußball-Bundesligisten in der Türkei.

    Der 46-Jährige hat «einen sehr guten Eindruck von der Mannschaft. Sie ist absolut intakt, die Spieler ziehen super mit», erklärte Reuter im Teamhotel des FCA in Belek. «Dieser Mannschaft fehlt nicht viel, um die nötigen Ergebnisse zu erzielen: ein Tick mehr Konsequenz im Abschluss, ein Tick mehr Selbstvertrauen.»

    Der 46-Jährige war Ende Dezember als neuer starker Mann im sportlichen Bereich des Tabellen-17. eingestiegen. Der ehemalige Spieler von Bayern München und Borussia Dortmund hat nach eigenen Angaben kein Problem damit, als früherer Weltmeister, Europameister und Champions-League-Sieger nun gegen den Abstieg kämpfen zu müssen. Auch dass der FCA vor ihm bereits zwei Manager verschlissen hat in dieser Saison, hielt Reuter nicht davon ab, das Angebot anzunehmen.

    «Die Aufgabe ist total reizvoll», erklärte er. «Meine erste Station als Profi war der 1. FC Nürnberg - ich habe da mit 17 Jahren in der 2. Liga angefangen und wir sind gleich im ersten Jahr aufgestiegen. In der Bundesliga haben wir dann in der ersten Saison eine Serie von 1:19 Punkten hingelegt und haben es am Ende doch geschafft. Daran muss ich jetzt manchmal denken.»

    Außerdem kenne er die Augsburger Führung um Walther Seinsch (Vorstandsvorsitzender) und Peter Bircks (Aufsichtsratsvorsitzender) bereits seit Jahren. «Von daher wusste ich genau, was auf mich zukommt. Ich habe gesagt: Sehr gerne, das gehen wir an, das machen wir», meinte Reuter. «Wir haben alle das gemeinsame Ziel, aus dem FC Augsburg einen stabilen Erstligisten zu machen.»

    Ob der Verein nach dem Amerikaner Michael Parkhurst und dem Südkoreaner Dong-Won Ji noch weitere neue Spieler für die Mission Klassenerhalt holt, ließ der Manager allerdings offen. Er sei «grundsätzlich der Überzeugung, dass Wintertransfers immer schwieriger sind als Neueinkäufe im Sommer», erklärte Reuter.

    Man müsse daher in der Situation des FCA genau abwägen: «Bringt uns jemand sofort weiter? Ist es möglich, einen Spieler in so kurzer Zeit zu integrieren? Oder läuft man Gefahr, dass dieser Spieler eher Unruhe reinbringt? Das Wichtigste ist, dass wir geschlossen auftreten - auf dem Platz und außerhalb des Platzes.»

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