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    Ex-UCI-Chef wegen Armstrong in Erklärungsnot

    Lance Armstrong wird von Tag zu Tag einsamer - nur der langjährige und ebenso umstrittene UCI-Boss Hein Verbruggen steht im Radsport-Dopingskandal weiter an der Seite des Amerikaners.

    Werbefrei
    Immer mehr Werbeverträge von Lance Armstrong werden aufgelöst.
    Foto: Nicolas Bouvy - DPA

    Trotz erdrückender Beweise und vieler Zeugenaussagen gegen den längst gestürzten Ex-Superstar meinte der Ehrenpräsident des Weltverbands in einem via SMS geführten Interview mit der niederländischen Tageszeitung «De Telegraaf»: «Es gibt viele Geschichten und Verdächtigungen, aber nicht die Spur eines BEWEISES.» Armstrongs langjährige Geldgeber sehen das anders: Bis Donnerstag hatten sich weitere Sponsoren vom Texaner abgewandt.

    Armstrong «wurde nie positiv getestet», meinte Verbruggen in dem Interview - von dem er kurz nach Veröffentlichung nichts mehr wissen wollte. Über die offizielle UCI-Presseabteilung ließ der Niederländer, der zwischen 1991 und 2005 und damit auch in den offensichtlichen Doping-Jahren um die Armstrong-Teams US Postal und Discovery Channel an der Spitze des Weltverbandes stand, eine Gegendarstellung verbreiten. «Ich distanziere mich komplett von dem Artikel», schrieb der Funktionär und erklärte, sich nur auf eine vermeintliche Vertuschungsaktion 1999 bezogen zu haben.

    Damals soll Verbruggen gegen eine Zahlung von 500 000 Dollar einen positiven Dopingtest Armstrongs bei der Tour de Suisse verschleiert haben. Kathy LeMond - die Frau des zweimaligen Tour-de-France-Siegers Greg LeMond - habe von dem Vorfall bei einem Gerichtsverfahren 2006 unter Eid berichtet, wie jüngst die «New York Daily News» meldete. Das Geld sei von Armstrong und dessen Sponsor Nike auf ein Konto Verbruggens überwiesen worden. Nike und Verbruggen bestreiten das.

    Verbruggen gilt auch nach dem Ende seiner UCI-Präsidentschaft noch als Strippenzieher im Radsport, der sich gern mit den Stars der Szene wie Armstrong oder dessen Teamchef Johan Bruyneel umgab. Noch im Frühjahr 2011 hatte er in einem Interview gesagt, sein Freund Armstrong habe «nie gedopt. Nie, nie nie». Bruyneel will die Anschuldigungen der US-Anti-Doping-Agentur USADA anfechten. Dabei hofft er trotz der Enthüllungen auf eine «faire Anhörung», wie er am Donnerstag verkündete.

    Als Reaktion auf den Protest Verbruggens gegen den Artikel stellte der «Telegraaf» am Donnerstag das SMS-Protokoll auf seine Homepage. Darin fokussierte sich das Ehrenmitglied des Internationalen Olympischen Komitees IOC auf das Argument, dass Armstrong nie einen positiven Dopingtest abgegeben habe, «auch nicht bei der USADA». Die amerikanische Anti-Doping-Agentur hatte den siebenmaligen Sieger der Tour de France in der Vorwoche mit einem umfangreichen Bericht als jahrelangen Doper, Dopinghändler und -organisator entlarvt.

    Etliche Sponsoren kehrten dem einstiegen Radsport-Aushängeschild daher mittlerweile den Rücken. Den Anfang hatten Nike und die Brauerei Anheuser-Busch gemacht, kurz darauf zogen der Fahrradbauer Trek sowie die Fitnessstudio-Kette 24 Hour Fitness nach. «Trek ist enttäuscht von den Erkenntnissen des USADA-Berichts über Lance Armstrong», teilte das Unternehmen mit. 24 Hour Fitness schrieb auf der Firmen-Facebookseite, die jüngsten Beweise gegen Armstrong seien mit den Werten des Unternehmens nicht in Einklang zu bringen.

    Wie US-Medien berichteten, entschieden sich darüber hinaus auch die Energy-Drink-Marke FRS sowie Honey Stinger, ein Produzent von Energie- und Fruchtriegeln, ihre Zusammenarbeit mit Armstrong zu beenden. Der Sonnenbrillenhersteller Oakley überprüfe derzeit seinen Sponsorenvertrag mit dem 41-Jährigen, der erst am Mittwoch als Vorsitzender der Krebsstiftung Livestrong zurückgetreten war.

    «Telegraaf»-Bericht - niederländisch

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