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    Dortmund

    DTTB-Teams behalten bei WM weiße Westen

    Die ersten WM-Härtetests haben Deutschlands Tischtennis-Teams nicht aus der Erfolgsspur geworfen. Timo Boll und seine Kollegen stehen nach einem 3:0 gegen Singapur ebenso fast sicher im Achtelfinale wie die Damen des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB).

    Souverän
    Timo Boll (l) ließ Yang Zi Sin aus Singapur keine Chance.
    Foto: Marius Becker - DPA

    Konzentriert
    Timo Boll in Aktion.
    Foto: Friso Gentsch - DPA

    Die Auswahl von Bundestrainerin Jie Schöpp feierte nach einer dreistündigen Zitterpartie in Dortmund ein 3:2 gegen Spanien. Beide DTTB-Mannschaften können nun am Dienstag in den Spitzenspielen gegen Portugal (Herren) und Japan (Damen) den Gruppensieg und damit den direkten Einzug ins Viertelfinale perfekt machen.

    Service
    Jiaduo Wu schlägt beim Aufschlag.
    Foto: Friso Gentsch - DPA

    «Ich gehe sehr gerne schwimmen. Danach fühle ich mich richtig wach und frisch», erläuterte der Weltranglisten-Sechste Boll eines seiner Erfolgsrezepte. Der Europameister von Borussia Düsseldorf gewann gegen Yang Zi sein drittes Turnier-Einzel ohne Satzverlust. Auch Europa-Top-12-Sieger Dimitrij Ovtcharov (Orenburg/Russland), der Singapurs Spitzenmann Gao Ning zum dritten Mal in drei Wochen bezwang, sowie der EM-Zweite Patrick Baum (Düsseldorf) gingen gegen die hoch eingeschätzten Asiaten nicht baden.

    Stark
    Kristin Silbereisen machte gegen die Spanierinnen ein starkes Spiel.
    Foto: Friso Gentsch - DPA

    «Die Halle ist sehr groß, da fliegt der Ball etwas langsamer. Daran habe ich mich jetzt gewöhnt», sagte der formstarke Ovtcharov. Bei der Neuauflage des spannenden EM-Halbfinales von Danzig 2011 gegen Portugal müssen die Iberer den verletzten Ochsenhausener Bundesligaspieler Tiago Apollonia ersetzen. «Das kann für uns ein Vorteil sein», sagte «Dima». Er und Boll äußerten sich lobend über die Auftritte von Titelverteidiger China. «Saustark», meinte Boll über die Champions, die Nordkorea 3:0 abservierten.

    Abklatschen
    Zhenqi Barthel klatsch sich mit einer Teamkollegin ab.
    Foto: Friso Gentsch - DPA

    Mächtig ins Schwimmen gerieten die DTTB-Damen gegen die vom deutschen Ex-Meister Peter Engel betreuten Spanierinnen. «Bei mir herrscht grenzenlose Erleichterung», sagte Kristin Silbereisen. Die Kroppacherin gewann beim Stand von 2:2 das fünfte Einzel. Zuvor hatte die deutsche Meisterin Jiaduo Wu zweimal gepunktet. «Ich bin froh und glücklich», erklärte Bundestrainerin Schöpp. Gegen Japan muss ihr Team allerdings noch eine Schippe drauflegen.

    Ratschläge
    Bundestrainerin Jie Schöpp (l) legt mit Jiaduo Wu die Spieltaktik fest.
    Foto: Friso Gentsch - DPA

    Die Japanerinnen wurden bei ihrem Sieg gegen Polen von BVB-Star Shinji Kagawa unterstützt. Der Dortmunder Fußball-Profi verfolgte die Partie als Co-Kommentator für den Fernsehsender TV-Tokyo. «Ich freue mich über den japanischen Sieg und bin ein Fan von Ai Fukuhara», sagte Kagawa und überreichte der 23-Jährigen ein Trikot. Die zierliche Nummer elf der Weltrangliste ist in ihrer Heimat sehr populär.

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