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    DSV-Springer hoffen auf erstklassigen Tournee-Test

    Im tief verschneiten Engelberg wollen sich Deutschlands Skispringer mit einer erstklassigen Generalprobe für die Vierschanzentournee in die richtige Weihnachtsstimmung bringen.

    Top-Springer
    Severin Freund ist derzeit gut in Form.
    Foto: Daniel Maurer - DPA

    Beim Weltcup am Fuße des imposanten Titlis-Berges hoffen Severin Freund & Co. nach einem intensiven Kurz-Trainingslager in Oberstdorf auf einen Podestplatz und Rückenwind für das erste Saison-Highlight. «Neben Materialtests konnten wir bei guten Bedingungen an der Sprungtechnik arbeiten und uns den Feinschliff vor der Tournee holen. In Engelberg wollen wir an die guten Saisonleistungen anknüpfen», sagte Bundestrainer Werner Schuster.

    Allerdings fehlt Richard Freitag. Der nach einem Mittelfußbruch gerade erst genesene Sachse muss wegen einer Knochenhautreizung im linken Sprunggelenk passen. «Natürlich würde ich lieber springen als zuzuschauen. Aber für mich hat die Tournee Priorität und deshalb macht es mehr Sinn, die kommenden Tage zu pausieren», sagte Freitag. Nach Angaben von DSV-Arzt Florian Porzig ist Freitags Tournee-Start derzeit nicht gefährdet.

    «Beim Training in Oberstdorf hat man schon gemerkt, dass ihn - im wahrsten Sinne des Wortes - der Schuh drückt. Wir mussten so handeln, auch wenn er es selbst nicht wahrhaben wollte. Die Entzündung muss erst behandelt werden, der Knöchel braucht Ruhe», begründete Schuster die Wettkampfpause für den 22-Jährigen.

    Heiß auf einen Podiumsplatz, den er beim Heimauftritt vor einer Woche in Titisee-Neustadt zweimal verpasst hatte, ist in der Schweiz vor allem Freund. «In Engelberg ist mir noch nie ein ganz starkes Ergebnis gelungen. Es ist also an der Zeit dafür», verkündete der 25 Jahre alte Bayer voller Zuversicht: «Ich freue mich auf das Wochenende vor allem vor dem Hintergrund, dass meine Sprünge zusehends konstanter werden. Nach dem Training in Oberstdorf passt es jetzt gut, noch einmal einen Wettkampf vor der Tournee zu springen.»

    Der Frontmann im DSV-Team gibt sich cool, auch wenn die Konkurrenz immer größer wird. «Insgesamt ist das Feld enger zusammengerückt. Deshalb muss man eine absolute Top-Leistung abrufen, möchte man ganz vorne mitspringen», stellte Freund fest. «Aber ich bin auf einem guten Weg.» Am Freitag in der Qualifikation, die alle sieben DSV-Springer überstanden, überzeugte er mit 133,5 Metern.

    Obwohl zuletzt überraschend selbst Oldies wie der viermalige Olympiasieger Simon Ammann aus der Schweiz und Japans Skisprung-Opa Noriaki Kasai wieder an der Spitze mitmischten, glaubt Schuster an seine Nummer 1: «Severin ist in guter Form. Seine Tournee-Chancen sind intakt.»

    Direkt nach den Feiertagen geht es weiter zum Auftaktspringen der Vierschanzentournee in Oberstdorf. Dafür hat Schuster die sieben Weltcupstarter bereits fix nominiert. Während die Youngster Andreas Wellinger, Karl Geiger und Marinus Kraus trotz einiger Leistungsschwankungen bisher überzeugten, laufen ausgerechnet die erfahrenen Michael Neumayer und Andreas Wank der Musik noch hinterher. «Es ist bisher eine zähe Saison», räumte Jungvater Neumayer ein. Für den 34-Jährigen geht es genauso wie für Wank auch darum, mit einem Top-8-Platz die Olympia-Norm zu erfüllen.

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