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    Frankfurt/Main

    Druck auf Bayern-Basketballer wächst

    Die Kabinentür der Bayern-Basketballer blieb etwas länger geschlossen als gewohnt. Nach der 24-Punkte-Klatsche bei den Fraport Skyliners Frankfurt hatte Münchens Trainer Svetislav Pesic seinen Schützlingen einiges zu erzählen.

    Aufgebracht
    Münchens Trainer Svetislav Pesic war mit der Leistung seiner Mannschaft nicht zufrieden.
    Foto: Lukas Barth - dpa

    Schließlich war der Auftritt des deutschen Meisters beim 69:93 im zweiten Spiel der Best-of-Five-Viertelfinal-Serie eine einzige Enttäuschung. Nach gutem Beginn ließ sich das Starensemble von der Isar von den wie entfesselt spielenden Frankfurtern den Schneid abkaufen und musste sich am Ende demütigen lassen, als die Skyliners ihren Vorsprung mit der zweiten Garde sogar noch ausbauten.

    «Es gab genügend Szenen in diesem Spiel, die mich als Spieler für die nächste Partie motivieren würden», kommentierte Geschäftsführer Marko Pesic am Tag danach. «Das Gute an den Playoffs ist, dass man schnell wieder ein Spiel hat und nicht eine Woche warten muss», sagte der Ex-Profi mit Blick auf die dritte Partie am Donnerstag. Mit dem zweiten Heimsieg wollen die Bayern dann wieder Kurs in Richtung Halbfinale nehmen.

    Dafür bedarf es aber einer anderen Einstellung. «Wir haben von Anfang an kein Mittel gegen ihre aggressive Spielweise gefunden», gab Routinier Jan-Hendrik Jagla zu. «Es war ein gebrauchter Tag.» Grund für Panik sieht der 141-fache Nationalspieler aber nicht. «Es ist jetzt nicht besorgniserregend. Es geht jetzt wieder bei Null los, wir haben aber nach wie vor den Heimvorteil», sagte Jagla, der den Kampf in Frankfurt als einer der wenigen annahm.

    Andere Spieler tauchten dagegen vollkommen ab, wie zum Beispiel der vor der Saison mit großen Erwartungen verpflichtete Anton Gavel. Doch auch in den Playoffs hat es immer noch den Anschein, als suche der frühere Bamberger weiter seine Rolle im Münchner Team. Dabei könnten die Bayern gerade seine Erfahrung aus den erfolgreichen Meisterjahren in Bamberg in der K.o.-Runde gut gebrauchen. «Anton bekommt alle Unterstützung von uns», sagte Marko Pesic. «Ich bin sicher, dass wir schon am Donnerstag einen ganz anderen Anton sehen werden. Er ist ein sehr stolzer Spieler.»

    Svetislav Pesic richtete seinen Blick ebenfalls schnell wieder nach vorne, nachdem er die Kabine endlich verlassen hatte. In der anschließenden Presserunde gab sich der Serbe bereits wieder ganz zahm. Zwar bemängelte er die vielen Ballverluste, ansonsten hielt sich der Bayern-Coach mit öffentlicher Kritik aber zurück. Wer zuvor in die Gesichter seiner Profis geschaut hatte, konnte aber erahnen, dass Pesic Senior zuvor deutlichere Worte gefunden hatte.

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