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    Osnabrück

    Dresden feiert Zweitliga-Aufstieg in Osnabrück

    Ausgelassener Jubel bei Dynamo Dresden, Tränen beim VfL Osnabrück: Dank der Treffer von Torjäger Dani Schahin (94. Minute) und Robert Koch (119.) in der Verlängerung des Relegations-Rückspiels hat der sächsische Drittligist den Aufstieg in die 2. Liga erkämpft.

    Sturmlauf
    Dresdens Dani Schahin ist nach seinem Tor in der Verlängerung nicht mehr zu halten.
    Foto: DPA

    Dynamo setzte sich nach dem 1:1 im Hinspiel mit 3:1 (1:1, 0:1) nach Verlängerung in Osnabrück durch, kehrt damit nach fünf Jahren in die Zweitklassigkeit zurück und stürzte den VfL nach nur einem Jahr zurück in die 3. Liga. Für die niedersächsische Fahrstuhlmannschaft ist es schon der vierte Abstieg seit 2001. Für die Sachsen hatte vor 16 600 Zuschauern in der ausverkauften Osnatel-Arena Christian Fiel (61.) das Hinspielergebnis egalisiert. Jan Mauersberger hatte den VfL kurz vor der Pause in Führung gebracht.

    Höhenflug
    Die Dresdner haben den Aufstieg in die 2. Liga geschafft.
    Foto: DPA

    Als Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer die hektische Partie rund 15 Sekunden zu früh abpfiff, ging es im Stadion plötzlich hektisch zu: Polizisten prügelten sich mit Dynamo-Fans, Kinhöfer flüchtete in die Kabine. Doch die Spieler aus Dresden hatten sich den Sieg verdient. «Ich freue mich unheimlich für die Mannschaft und die ganze Region», jubelte Dynamo-Trainer Ralf Loose. «Knipser» Schahin war überglücklich: «Ich kann es gar nicht realisieren. Jetzt steht 'ne Feier an. Schöne Grüße nach Hause!»

    Aggressiv
    Dresdens Sebastian Schuppan (M) setzt Osnabrücks Konstantin Engel (r) unter Druck.
    Foto: DPA

    Die Osnabrücker wählten die mutige Variante - doch dies wurde nicht belohnt, weil die Platzherren zum Schluss stark abbauten und sich Dynamo deutlich steigerte. Osnabrück spielte trotz des 1:1 im Rücken nicht auf Sicherheit, sondern stürmte von Beginn an. Mit dem starken Sebastian Tyrala als Antreiber setzten sie Dynamo unter Druck. In der hektischen halben Stunde nach dem Ausgleich gelang den Osnabrückern allerdings nicht mehr viel.

    Begleiterscheinung
    Dresden-Fans brennen Feuerwerk auf der Tribüne ab.
    Foto: DPA

    Im Blickpunkt stand lange Dynamo-Torhüter Benjamin Kirsten, der in Osnabrück einen unruhigen Abend hatte. Der Sohn des ehemaligen Nationalstürmers Ulf Kirsten hatte mehrfach die Gelegenheit, sich auszuzeichnen. Bei den Chancen des agilen Alexander Schnetzler durch einen Flugkopfball (28.) und einen Freistoß (26.) parierte er ebenso glänzend wie bei Tyralas Schuss aus kurzer Distanz (43.). Chancenlos war er aber beim Kopfballtor des aufgerückten Innenverteidigers Mauersberger nach einer Ecke.

    Aufeinandertreffen
    Dresdens Siegtorschütze Dani Schahin wird von Sebastian Tyrala (r) angegangen.
    Foto: DPA

    Dynamos Defensive mit dem zuletzt gesperrten Sebastian Schuppan für Dennis Bührer als Linksverteidiger wirkte nicht immer sattelfest. Vor allem das defensive Mittelfeld hatte Probleme, dem Druck der Gastgeber standzuhalten.

    Kompromisslos
    Dresdens Thomas Hübener (l) und Osnabrücks Dennis Schmidt gehen kompromisslos zum Ball.
    Foto: DPA

    Gute Chancen besaßen die lange geschockt wirkenden Gäste kaum - dafür aber hochkarätige. VfL-Torhüter Tino Berbig bekam zunächst bei einer Chance von Schahin (21.) Hilfe von Tobias Nickenig, der knapp vor der Linie rettete. Danach zeigte Berbig selber seine Klasse, als er dem einschussbereiten Timo Röttger (33.) den Ball wegschnappte. Nicht gut sah Berbig indes beim Ausgleich aus: Der Freistoß von Fiel war durchaus haltbar.

    Die VfL-Defensive wirkte nicht immer sicher bei den schnellen Gegenangriffen der Dresdener, denen im Spielaufbau lange Zeit wenig einfiel. Mit viel Einsatz und dem umsichtigen Innenverteidiger Tobias Nickenig verhinderte sie aber Schlimmeres.

    Die Dynamo-Fans waren schon in der 2. Halbzeit unangenehm aufgefallen: Sie brannten Feuerwerk ab und zündeten eine Fahne an, weshalb Kinhöfer den Ball knapp anderthalb Minuten ruhen ließ.

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