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Miami

Djokovic triumphiert erneut in Miami

dpa

Unten auf dem Centre Court warf Novak Djokovic Handküsschen in die Menge, vom Oberrang hallte «Nole, Nole» durch die Arena. Der serbische Tennis-Superstar ist erneut der Meister von Miami.

Hattrick
Novak Djokovic hat zum dritten Mal das Turnier in Key Biscayne gewonnen.
Foto: Andrew Gombert – DPA

Zum dritten Mal nach 2007 und 2011 hat der «Djoker» in Südflorida das mit 4,8 Millionen Dollar dotierte Hartplatz-Masters gewonnen. In 2:18 Stunden kämpfte Djokovic den Schotten Andy Murray mit 6:1, 7:6 (7:4) nieder. «Ich spiele das beste Tennis meiner Karriere. Das muss ich so oft wie möglich ausnutzen», sagte der gegenwärtig beste Spieler der Welt.

Nach seiner überragenden Saison 2011 mit drei Grand Slam-Siegen und dem erneuten Triumph bei den Australian Open im Januar fehlt dem Weltranglisten-Ersten nur noch der Titel bei den French Open in seiner Karriere. Zu Beginn der Sandplatzsaison scheinen zwei seiner drei größten Herausforderer zu schwächeln. Der Weltranglisten-Zweite Rafael Nadal musste sein Halbfinale gegen Murray verletzt absagen und wegen erneuter Probleme im linken Knie offenlassen, wann er wieder auf die Tour zurückkehren kann. Murray war in Miami dem hohen Tempo von Djokovic nicht gewachsen und wartet weiter auf den ganz großen Durchbruch bei Grand Slam-Turnieren.

Bleibt Roger Federer. Der 30-Jährige war in Topform, ehe er in Miami erstmals seit acht Jahren das Achtelfinale der mit 3,97 Millionen Dollar dotierten Veranstaltung verpasste und gegen den Weltranglisten-34. Roddick (USA) verlor. «30 Partien in den ersten drei Monaten der Saison gehen an die Substanz. Die Batterien waren leer», erklärte Federer, der zuletzt nacheinander die Turniere in Rotterdam, Dubai und Indian Wells gewonnen hatte und vor der Partie gegen Roddick seit 16 Spielen unbesiegt war.

Djokovic gibt wenig auf das vermeintliche Schwächeln der Konkurrenz. «Es wird für jeden immer schwerer, ein Turnier zu gewinnen», sagte der Branchenprimus nach seinem 30. Turniersieg, «die Konkurrenz schläft nicht, aber ich stelle mich der Herausforderung. Ich bin bereit dafür.» Auf Sand sei es ohnehin eine neue Situation, trotzdem werde er mit noch mehr Selbstvertrauen in die nächsten Turniere gehen.

Auf den Hartplätzen in Südflorida bewies Djokovic wieder einmal eindrucksvoll seine derzeitige Ausnahmeposition. Dabei hatte vor dem Finale einiges für Murray gesprochen. Der Weltranglisten-Vierte hatte das letzte Duell der beiden im Halbfinale von Dubai gewonnen und zudem in nur drei Spielen das Endspiel erreicht, da zwei seiner Gegner, darunter Nadal, verletzungsbedingt absagen mussten. Im Finale wirkte der 24-Jährige allerdings zunächst wie eingerostet und fast schon eingeschüchtert. In nur 47 Minuten gewann Djokovic den ersten Satz. «Es hat vielleicht einige Zeit gedauert, bis ich mich ans Tempo gewöhnt habe», gab Murray zu.

Der zweite Durchgang war ausgeglichen und von vielen langen Ballwechseln geprägt. Wie schon in seinen Auftritten gegen David Ferrer (Spanien) und den Argentinier Juan Monaco verlor Djokovic sogar kurz seine Dominanz und schien angreifbar zu sein. Im Tie-Break des zweiten Satzes steigerte er sich dann wieder und blieb letztlich im gesamten Turnier ohne Satzverlust. «Wenn es drauf ankam, habe ich mein bestes Tennis gespielt», meinte Djokovic zufrieden. «Er hat nicht viele Schwächen in seinem Spiel», betonte Murray nach der achten Niederlage im 13. Duell voller Anerkennung.

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