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    Frankfurt/Main

    DFB will kein Verbot von Stehplätzen in Stadien

    Die Abschaffung von Stehplätzen in den Arenen der Fußball-Bundesligen kommt trotz der jüngsten Ausschreitungen nicht in Frage – und auch vom «Sicherheits-Euro» wollen die Proficlubs nichts wissen.

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    «Wir stellen – wie gesagt – alles auf den Prüfstand. Die Abschaffung von Stehplätzen in den Stadien ist aber aktuell kein Thema», sagte Helmut Spahn, der Sicherheitsbeauftragte des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), der Deutschen Presse-Agentur dpa. Eine klare Absage erteilte die Deutsche Fußball Liga (DFL) einem Aufschlag auf die Eintrittskarten. «Die ständige Überprüfung und Umsetzung von Sicherheitsmaßnahmen sind ein Teil unseres Tagesgeschäfts. Dafür ist eine zusätzliche Geld-Diskussion nicht hilfreich», sagte DFL- Geschäftsführer Holger Hieronymus.

    Für eine Abschaffung der Stehplätze hatte sich Rainer Wendt, der Bundesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), nach der Fan-Randale bei der 1:2-Niederlage von Hertha BSC gegen den 1. FC Nürnberg stark gemacht. Die Ausschreitungen im Olympia-Stadion waren allerdings passiert, obwohl es dort gar keine Stehplätze mehr gibt. 100 bis 150 Randalierer aus dem Hertha-Fanblock hatten am Samstag mit Holz- und Metallstangen den Innenraum des Olympiastadions gestürmt und dort randaliert. Inzwischen ermittelt der DFB-Kontrollausschuss,

    Auch die grundsätzliche Aussperrung von Gäste-Anhängern bei Spielen, so Spahn, werde derzeit nicht erwägt. «Dass es überhaupt keine Tickets für Gäste-Fans gibt – das kann nur das Ergebnis einer sportgerichtlichen Ahndung sein», erklärte er. Aufgrund der DFB- Richtlinien können allerdings Stehkarten-Kontingente bei Risiko- Spielen reduziert oder gestrichen werden. Dies sei beispielsweise in der Zweitliga-Partie FC St. Pauli gegen Hansa Rostock am 28. März der Fall. «Da gibt es keine Stehplätze und nur 500 Sitzplätze für Rostocker Fans», sagte der DFB-Sicherheits-Chef. Vertreter des DFB und der DFL wollen sich nach Spahns Angaben in der nächsten oder übernächsten Woche treffen, um Maßnahmen gegen die Gewalt in den Stadien zu erörtern.

    Mit der Idee eines «Sicherheits-Euros» stößt Baden-Württembergs Innenminister Heribert Rech (CDU) unterdessen nicht nur bei Erst- und Zweitligisten in seinem Bundesland auf Widerstand, sondern auch bei der DFL. «Der Fußball wird mit konkreten Vorschlägen auf die Politik zugehen. Der Ligavorstand wird sich auf seiner nächsten Sitzung mit dem Thema intensiv befassen», sagte Geschäftsführer Hieronymus.

    «Wir werden uns mit allen Mitteln dagegen wehren», kündigte Sportdirektor Dirk Dufner vom SC Freiburg an. «Die Politik tut immer so, als ob wir die Verursacher von Gewalt sind und dann auch zahlen müssen. Das stimmt aber nicht.» Gewalt sei ein soziales Problem, das beim Fußball eine Bühne habe und dort ausgelebt werde. «Wir sind doch eh' schon die Idioten, die das aushalten müssen. Während Opernhäuser oder Theater mit Millionen subventioniert werden, finanzieren wir alles selbst und haben das gesellschaftliche Problem.»

    Rech hatte kürzlich erneut ins Spiel gebracht, einen Aufschlag auf Eintrittskarten bei Fußballspielen und möglicherweise auch anderen sportlichen Großveranstaltungen zu erheben. Er könne sich vorstellen, das Geld für die Schulung und bessere Ausrüstung von Ordnungsdiensten sowie für bauliche Veränderungen zu verwenden. Dufner dagegen möchte «die Frage andersherum stellen: Wie wäre es denn, wenn wir Geld dafür kriegen, dass wir das Problem haben? Wir sind doch praktisch die Streetworker.»

    Abwägender reagierte Manager Jan Schindelmeister von 1899 Hoffenheim. «Es ist nachvollziehbar, dass der Staat nach weiteren Quellen sucht, wenn die Kosten hoch und die Mittel begrenzt sind», sagte er. «Andererseits ist das Vorgehen gegen Gewalttäter eine hoheitliche Aufgabe des Staates.»

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