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    Deutsche Springreiter bei EM-Start auf Rang sieben

    Das deutsche Springreiter-Team ist im Umbruch. Mit drei Neulingen startet die Nationalmannschaft bei der EM. Das macht sich am ersten Tag bemerkbar.

    Guter Start
    Marcus Ehning blieb mit Pret A Tout fehlerfrei.
    Foto: Friso Gentsch – dpa

    Göteborg (dpa). Nach dem schwachen Start entspannte sich die Miene des Bundestrainers nur langsam. „Wir sind noch nicht ganz weit weg“, kommentierte Otto Becker den Auft

    akt der Springreiter bei der Europameisterschaft in Göteborg. Nach der ersten von drei Teilprüfungen liegt das deutsche Quartett mit drei EM-Neulingen auf Platz sieben. Es führt die Schweiz vor Frankreich und Schweden.

    „Bei den beiden Jungen hat man gemerkt, dass die Erfahrung noch fehlt“, sagte der Bundestrainer: „Aber irgendwann müssen sie die machen.“ Je acht Strafpunkte von Maurice Tebbel und Laura Klaphake verhinderten ein besseres Ergebnis.

    „Bei unseren beiden jungen Leuten lief es nicht so, wie wir es gerne gehabt hätten“, kommentierte der routinierte Marcus Ehning: „Wir sind schon ein Stück weit weg.“ Nur Ehning blieb am Mittwoch ohne Fehler und liegt mit Pret A Tout im Einzel auf Platz zwei hinter dem Schweden Peder Fredericson.

    Philipp Weishaupt hatte als Schlussreiter mit Convall einen Abwurf. „Das passiert schon mal, wenn man Risiko geht“, sagte der 32-Jährige aus Riesenbeck. Nach seinem ersten EM-Ritt liegt Weishaupt in der Einzelwertung auf Platz 13.

    Am souveränsten ritt Ehning. „Rundum war es eine super Runde“, kommentierte der 43-Jährige aus Borken seine Vorstellung mit Pret A Tout. Durch die vorangegangenen Patzer von Tebbel mit Chacco's Son und Klaphake mit Catch Me If You Can sei der Druck „eher weniger“ geworden, erklärte der Routinier seine Sicht der Dinge: „Der Druck ist am größten, wenn alles läuft und man vorne bleiben will.“

    Der Tag hatte mit einer herben Enttäuschung für Tebbel begonnen. „Verärgert bin ich auf jeden Fall“, kommentierte der 23-Jährige aus Emsbüren seine acht Strafpunkte im Sattel von Chacco's Son. „So hatte ich mir das nicht vorgestellt.“ Richtig erklären konnte Tebbel sich den verpatzten Auftakt nicht, vor allem den Fehler beim Sprung über den Wassergraben: „Am Wasser hat er noch nie einen Fehler gemacht – er hätte sich einen besseren Zeitpunkt aussuchen können.“

    Auch Laura Klaphake patzte mit ihrer Stute Catch Me If You Can am Wassergraben und kassierte insgesamt acht Strafpunkte. „Den Fehler am Wasser nehme ich auf meine Kappe, der zweite war dann ein Folgefehler“, kommentierte die 23-Jährige aus Steinfeld. „Wir bleiben optimistisch und kämpfen weiter.“

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