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    Demonstrative Fürther Zuversicht: «Geile Truppe»

    Bei Greuther Fürth ist das Lachen zurückgekehrt. Als hätten sie in der vergangenen Woche nicht nur ihren Trainer Mike Büskens geschasst, sondern sich gleichzeitig der Abstiegssorgen entledigt, verbreiteten die Franken nach dem 0:0 gegen Bayer Leverkusen demonstrative Zuversicht.

    Glücklich
    Die Fürther feierten das 0:0 gegen Bayer Leverkusen fast wie einen Sieg.
    Foto: David Ebener – DPA

    «Jeder hat uns schon für tot erklärt, aber wir haben uns noch nicht aufgegeben», tönte Vereinschef Helmut Hack etwas martialisch. Dabei schimmern die zarten Hoffnungen auf den Klassenverbleib in der Fußball-Bundesliga nun noch etwas verschwommener am Horizont. Der Abstand auf den angepeilten Relegationsplatz wuchs in der ersten Partie unter Interimscoach Ludwig Preis von vier auf fünf Zähler an – auch wenn die fast einstudiert wirkenden Optimismusparolen des weiter kaum bundesligatauglichen Letzten anderes vermuten ließen.

    «Die Tabelle hat sich verschlechtert. Aber wir können Positives aus dem Spiel rausziehen. Wenn wir hier 'ne 3:0-Klatsche bekommen hätten, hätte sich auch nicht viel verändert», kommentierte Mittelfeldprofi Stephan Fürstner wahrheitsgemäß. Immerhin sei der Auftritt eine Steigerung im Vergleich zu den jüngsten 0:1-Niederlagen bei Fortuna Düsseldorf und daheim gegen den VfL Wolfsburg gewesen.

    «Wir haben mal wieder die Leidenschaft und die Überzeugung gehabt, die wir auch in den nächsten Wochen brauchen. Das war ein guter Anfang, um jetzt Spiel für Spiel zu punkten», urteilte Fürstner. Youngster Johannes Geis schwärmte nach seinem ersten Einsatz in der Beletage und einer ordentlichen Vorstellung gar voller Übermut: «Wir sind 'ne geile Truppe, deshalb klappt das schon von alleine.»

    Überraschend hatte Coach Preis den 19-Jährigen aus seiner U 23 mit ins Fürther Profiteam genommen. Er beorderte den etatmäßigen Regionalliga-Führungsspieler nicht nur prompt in die Startelf, sondern ließ ihn überdies einen Großteil der Standardsituationen ausführen. Damit überraschte die Übergangslösung Preis sogar die Macher des fränkischen Stadionheftes, in dem Geis' Name bei der Mannschaftsübersicht nirgendwo auftauchte.

    Dick drin stand dagegen Gerald Asamoah, der gegen Leverkusen gar nicht dabei war: Preis strich den Ex-Nationalspieler wohl auch deshalb aus dem 18-er Kader, um irgendwas Großes zu verändern. «Zwei Zentrumsstürmer hatten wir schon dabei gehabt. Drei Zentrumsstürmer einzuplanen wäre einer zu viel gewesen», sagte Preis lapidar.

    Stattdessen setzte er in der Abstiegsnot auf die geballte Jugend, seine Startelf hatte einen Altersdurchschnitt von knapp 23 Jahren. «Für mich war die Spielvereinigung schon immer ein Ausbildungsverein. Es ist schon sinnvoll, diesen Weg auch wieder anzupeilen», bemerkte Preis fast so, als hätte er auch zukünftig das Sagen.

    Dabei ist seine Zeit als Bundesligacoach befristet – allein schon deshalb, weil ihm die nötige Fußballlehrerlizenz fehlt und er somit bald abgelöst werden muss. Händeringend fahndet Präsident Hack nach einem Nachfolger für Büskens, neben Ralph Hasenhüttl (VfR Aalen) soll auch U-19-Nationaltrainer Christian Ziege im Gespräch sein.

    Franz Beckenbauer empfahl via Sky gar Lothar Matthäus, obwohl Fürths Sportlicher Leiter Rouven Schröder solche Gedankenspiele schon als «immer gleichen Gag» abgetan hatte. «Ich würde Lothar Matthäus nehmen. Er ist ein Franke. Er ist für mich ein wunderbarer Mensch, ein wunderbarer Trainer», frohlockte der Fußball-Kaiser. Preis, Angestellter bei einer von Hack geführten Teefirma, hat sich für das nächste Training am Dienstag um 15 Uhr noch keinen Urlaub genommen: «Ich gehe davon aus, dass ich da im Betrieb bin», sagte er.

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